Verseucht
Aktualisiert am 27.06.11, um 19:10
 

Bakterien im Kühlwasser des AKW Leibstadt entdeckt

Blick auf das AKW Leibstadt (Archiv)
Quelle: Keystone
Im Kühlwasser des Atomkraftwerkes Leibstadt im Kanton Aargau sind Legionellen-Keime entdeckt worden. Die Bakterien werden nun mit chemischen Desinfektionsmitteln bekämpft. Gemäss der AKW-Betreiberin handelt es sich um eine vorsorgliche Massnahme.
 

Das gesundheitliche Risiko für die Bevölkerung im Umfeld des AKW sei aufgrund der gemessenen Konzentrationen der Keime «äusserst gering», teilte das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) am Montag mit. Die Behandlung des Kühlwassers sei in erste Linie eine Vorsichtsmassnahme zum Schutz der Mitarbeiter.

Am Dienstag und am Mittwoch soll gegen die Bakterien im Kühlwasser im Bereich des Kühlturms vorgegangen werden. Während des Einsatzes der chemischen Desinfektionsmittel könne es zu geringen Chlorgeruchs-Emissionen kommen, hiess es weiter.

Auch könne sich im Kühlwasser leicht erhöhter Schaum bilden. Das Kühlwasser fliesst in den Rhein. Dies stelle jedoch «keine direkte Gefährdung» für Mensch und Natur dar.

In Oberflächengewässer und im Boden

Gemäss KKL findet die Aktion zur Eindämmung der Bakterien in enger Abstimmung mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) statt. Involviert sind auch die Bundesämter für Gesundheit und Umwelt sowie die Aargauer Kantonsbehörden.

Die Legionellen sind Erreger der Legionärs- und anderer Infektionskrankheiten. Legionellen sind im Wasser lebende Stäbchen- Bakterien. Sie kommen in zahlreichen Arten vor und sind weltweit in Oberflächenwässern und im Boden verbreitet. Sie können auch in Duschen, Schwimmbäder oder Saunen vorkommen.

 

(sda)