Die starke Zunahme ergebe sich vor allem durch die grössere Anzahl Spiele aufgrund der internationalen Einsätze des FC Basel, wie ein Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) auf Anfrage erklärte. Andererseits habe die Polizei durch das seit März von der Swiss Football League (SFL) eingesetzte "Focus One"-Team einige Tatverdächtige ermitteln können.

Mit dem "Focus One"-Team will die SFL gewalttätige Fans besser identifizieren und sanktionieren. Eine private Firma erstellt auf dem Anreiseweg der Fans, beim Eingang zum Stadion und in den Gastsektoren verdeckte Video- und Fotoaufnahmen.

Von den 33 Basler Rayonverbote wurden 24 an Fans von Gastmannschaften verhängt. Betroffene dürfen nicht ins Fussballstadion und sich vor, während und nach einem Spiel auch nicht in einem bestimmten Perimeter rund um das Stadion aufhalten.

Polizei kostet 150'000 Franken pro Spiel

In der gleichen Zeit habe der FC Basel gegen 24 Personen Stadionverbote ausgesprochen, wie es weiter heisst. 16 Verbote betrafen Fans von Gastmannschaften. Gegenüber dem ersten Halbjahr nahm die Zahl der Stadionverbote um drei zu. Die Betroffenen dürfen sich im Umfeld des Stadions aufhalten, dieses jedoch nicht betreten.

In der Fussballsaison 2014/2015 hat die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt in insgesamt 26 Fällen unter anderem wegen Angriff, Körperverletzung, Sachbeschädigungen oder Landfriedensbruch ermittelt. 28 Tatverdächtige konnten identifiziert werden.

Wie das JSD weiter mitteilte, haben die durchschnittlichen Polizeikosten pro Spiel des FC Basel im laufenden Jahr rund 150'000 Franken betragen. Dies sei der tiefste Wert seit 2008.