Die Mitarbeiter der Basler Verkehrs- Betriebe und des Tiefbauamts waren am Dienstag in den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz. In Basel fielen in der Nacht auf Dienstag drei Zentimeter Schnee. Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz wird es im Verlauf der Woche weiter schneien.

Trotz der Aufwärtskurve der Temperaturen seit letztem Sonntag liegt die Gefahrenstufe in der Region Nordwestschweiz bei zwei: Meteorologen erwarten eine gefährliche Wetterentwicklung mit Bodenfrost, Strassenglätte, starkem Regen, möglichen Stürmen und stark anhaltendem Schneefall.

Haltestellen der BVB und der BLT werden so schnell wie möglich und immer wieder von Schnee und Eis befreit. «Wir bitten die Fahrgäste nichtsdestotrotz, besonders in den Haltestellen-Bereichen vorsichtig zu gehen, da dort immer noch akute Rutschgefahr besteht», sagt Benjamin Schmid, Mediensprecher der BVB.

Vorsichtig fahren

Den Prognosen des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz zu Folge soll es heute und morgen in der Region regnen. Der Niederschlag während tiefer Temperaturen ist besonders gefährlich: Auf schneebedeckten Strassenabschnitten friert der Schnee ein und führt zu Glätte. Darauf sollte vor allem in den Morgen- und Abendstunden geachtet werden. Thomas Rohrbach, Mediensprecher beim Bundesamt für Strassen (Astra), betont: «Es ist sehr wichtig, dass man sich als Verkehrsteilnehmer der Witterung adäquat verhält.» Das heisst: Abstand zum nächsten Fahrzeug streng einhalten, Winterreifen montieren, Frostschutzmittel ins Scheibenwischerwasser kippen, das Dach ganz vom Schnee befreien und langsamer fahren und bremsen.

Die Streumittelfahrzeuge und Einsatztruppen sind bereit und auf allen Strassen unterwegs, sodass sie spätestens 30 Minuten nach Anruf der Polizei zur Stelle sind. Um der Bodenglätte präventiv entgegenzusteuern, werden sogenannte Solen (Feuchtsalze) ausgeschüttet, die aufgrund ihrer flüssigen Form besseren Griff auf den Strassen erzeugen und nicht gleich durch den Fahrtwind weggeblasen werden.

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Der Schnee hat prekäre Folgen für das gesamte Verkehrsnetz. Die SBB berichteten am Dienstagmorgen von einer Fahrzeugstörung an einem Güterzug im Ergolztal. Die Strecke zwischen Lausen und Sissach war deshalb nur noch beschränkt befahrbar. Es kam bis 8 Uhr zu Folgeverspätungen. Weiter kam es zu Komplikationen bei den Nonstop-Zügen von Basel nach Zürich und von Zürich nach Basel. Diese wurden über die Bözberglinie umgeleitet. Auf der Linie von und nach Olten, sowie von St. Gallen nach Basel kam es sogar zu Ausfällen. Grund dafür waren technische Störungen an den Zügen sowie an den Bahnanlagen.

Auch im öffentlichen Stadtverkehr kam es aufgrund des heftigen Schneefalls auf dem ganzen Tram- und Busnetz der Basler Verkehrs- Betriebe (BVB) und der Baselland Transporte (BLT) zu leichten Verzögerungen von zwei bis vier Minuten. Grund für die allgemeine leichte Verspätung der Busse ist der generell langsamere Verkehr auf den Strassen. Vor allem die Buslinien 34 und 38 waren von der unfreundlichen Witterung betroffen, was zu grösseren Verspätungen führte. Die Buslinie 36 wurde ab 8.45 Uhr von St. Jakob in Richtung Dreispitz vorübergehend über die Brüglingerstrasse umgeleitet. Grund dafür war ein Lastwagen, der im Walkenweg Schneeketten montierte und so die Fahrbahn der Busse blockierte. Von dieser Blockade waren auch die Buslinien 47 und 37 der Baselland Transporte (BLT) betroffen, wie Fredi Schoedler, Leiter Betrieb und Technik BLT, erklärt. Ansonsten habe die BLT keine Ausfälle, besondere Komplikationen oder Reklamationen von Fahrgästen zu melden.

Aufgrund eines Unfalls im Bereich Neuweilerstrasse, an dem die BVB keine Beteiligung hatten, kam es auf der Linie 8 zu einer Umleitung.

Unfälle im Strassenverkehr

Die Basler Polizei musste seit Montagabend bis Dienstagnachmittag zu zehn Unfällen ausrücken. Darunter befinden sich solche, die auf das Wetter zurückzuführen sind: «Zum Beispiel Blechschäden bei Rutschunfällen und zwei verletzte Velofahrer», sagt Mediensprecher Martin Schütz.

Auch die Baselbieter Polizei hat Unfälle zu melden: Eine 60-jährige Frau geriet auf der Hauptstrasse in Langenbruck in einer Kurve ins Rutschen und kollidierte mit der Leitplanke. Ein weiterer Selbstunfall ereignete sich in Lausen. Dort kam ein Wagen auf der schneebedeckten Strasse ins Schleudern und landete im daneben liegenden Bachbett.