Durch eine Scheibe hindurch sollen die Gäste des Restaurants dereinst die Dickhäuter in ihrer Anlage beobachten können, die ebenfalls erneuert wird. Die Kosten für den Umbau des Restaurants bezifferten Zoo-Verantwortliche am Dienstag vor den Medien auf rund 16 Mio. Franken. Die Hälfte davon wird durch eine anonyme Spende gedeckt.

Abbruch kommt nicht in Frage

Für den Umbau des Restaurants - ein Abbruch kam nicht in Frage - hat der Zoo an fünf Basler Büros einen Studienauftrag vergeben. Das Rennen machten Flubacher-Nyfeler + Partner Architekten. Ihr Projekt gehe mit der Substanz des 1935 eröffneten Restaurants besonders behutsam um und werte diese auf, sagte Lukas Stutz, der im Zoo- Verwaltungsrat als Bauchef fungiert.

Auch nach dem Umbau soll das Restaurant über eine grosszügige Terrasse verfügen, die sich neu aber ganz auf der gleichen Ebene befindet wie das Selbstbedienungsrestaurant. In einem vorgelagerten Untergeschoss kommen ein Take-Away, zusätzliche WC-Anlagen und Schulungsräume neu hinzu.

Das bediente Restaurant im ersten Stock wird ins Parterre verlegt. Dafür wird im Obergeschoss ein Eventsaal für Anlässe eingerichtet, die in Zusammenhang mit dem Zoo stehen. Mit dem Umbau soll im Herbst 2013 begonnen werden. Bis zur Teileröffnung an Ostern 2014 wird das Restaurant möglicherweise geschlossen bleiben.

Nach Auskunft der Zoo-Verantwortlichen soll das Restaurant auch nach dem Umbau einen Beitrag zur Senkung des Betriebsdefizits leisten. Derzeit wird mit dem Restaurant ein Jahresumsatz von rund 6 Mio. Fr. erzielt. Jedes verkauftes Eintrittsticket generiert im Restaurant einen Umsatz von durchschnittlich 14 Franken.

Das Zolli-Restaurant beschäftigt die Verantwortlichen seit Jahrzehnten. In den 1970er-Jahren gab es auch Pläne für einen Neubau. Schliesslich wurde das bestehende Gebäude im Winter 1992/93 durch die Architekten Diener+Diener saniert und im April 1993 neu eröffnet.