Dass Kunst manchmal absurd sein kann, ist kein Geheimnis mehr. Kuriositäten sind in diesem Business ganz "normal". Trotzdem staunten die Besucher der Kunstmesse Art Basel nicht schlecht, als sie plötzlich eine splitternackte Frau vor der Eingangstüre entdeckten.

Die Nacktkünstlerin Milo Moiré präsentierte sich im Evaskostüm und nur mit Wörtern von Kleidungsstücken beschriftet. Der Einlass in die Kunstmesse wurde ihr aber verweigert. "Ich bin enttäuscht. Das wiederspiegelt die starren Rahmenbedingungen der kommerziellen Kunstmessen", regt sich Moiré auf.

Bereits vor einem Monat sorgte die Nacktkünstlerin an der Art Cologne für Aufsehen, als sie mit Acrylfarbe gefüllte Eier aus ihrer Vagina auf eine Leinwand fallen liess. "Ich will mit meiner Performance das Script, wie ein Mensch bei Alltagssituationen handelt, brechen."

Ob dies nun grandiose Kunst oder hirnlose Suche nach Aufmerksamkeit ist? Dumm ist Moiré jedenfalls keineswegs: Sie machte 2011 an der Uni Bern einen «Magna cum laude»-Masterabschluss in Psychologie mit Schwerpunkt Kognition, Wahrnehmung und Neuropsychologie. (jar)

Nackt an der Art Basel