Im Kern der Aktion standen zwei besprayte Leinwände mit den Texten «MONEY KILLS TINA» und «PUSSY RIOT BKB» und den dazugehörigen Titeln «There is no alternative (TINA) to Capitalism» respektive «Dort der Präsident, hier die Bank», welche auf dem Barfüsserplatz angefertigt und aufgestellt wurden.

Dazu verteilten zahlreiche Empörte Flyer, welche über den für die Occupy-Bewegung einmaligen Auftritt an einer Kunstmesse, der Liste 18, und die Aktivitäten der lokalen Occupy-Gruppierung informierten.

Für Morgen wurde ein Aktivist von Occupy Basel von einem Künstler aus London, Jeremy Hutchison, eingeladen, um an der Liste 18 aufzutreten. Anstelle des Protestes auf der Strasse soll dieser für einmal an den Wänden einer Kunstmesse, quasi im Herzen des Kapitalismus, stattfinden.

Noch auf der Strasse sorgte «MONEY KILLS TINA» für Verwirrung und stiess auf grosses Interesse bei Leuten, welche schon Bekanntschaften mit Tinas gemacht hatte.

Die Toxizität der Botschaft, dass Tina für die Alternativlosigkeit des Kapitalismus steht, und sich diese durch den heutigen Casinokapitalismus selbst zerstören wird, dürfte sich erst an der Wand einer Villa vollends entfalten.

Auch der Slogan «PUSSY RIOT BKB», dessen Wahrheit einige Aktivisten von Occupy Basel Pressemitteilung von Occupy Basel bereits zuvor am eigenen Leibe erfahren hatten, bewirkte Verwunderung und Neugier.

Auf das höfliche Angebot, diese Botschaft direkt dem Leiter der BKB zum Kauf anzubieten, wurde leider eher mit Schrecken als Wohlwollen reagiert, worauf die aufbrausende Polizei für eine erneute Unterstreichung der Botschaft sorgen konnte.

Die zahlreichen weiteren Botschaften eines Occupy-Aktivisten an das eine Prozent sind am Morgen an der Liste 18 zu sehen.

Occupy Basel ist ein Teil der weltweiten Occupy-Bewegung, welche ihren Ursprung an der Wall
Street in New York hat.