Am 24. November 2009 kam es bei der Demontage eines Baukrans bei der damaligen Baustelle des Universitäts-Kinder Spital beider Basel (UKBB) an der Klingelbergstrasse zu einem spektakulären Unfall.

Während des Abbaus des Baukrans mit einem Pneukran, kippte dieser mit dem ausgefahrenen Ausleger rückwärts um. Dabei schlug der Ausleger über das Dach eines Spitalgebäudes an der Klingelbergstrasse und verletzte dabei eine Spitalangestellte. Durch diesen Unfall entstanden Gebäudeschäden in der Höhe von rund 750'000 Franken. Zusätzlich wurden mehrere Autos und der Pneukran selbst zum Teil erheblich beschädigt.

Warnsystem kurzerhand abgeschaltet

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei wurden in der Zwischenzeit abgeschlossen und ergaben, dass der Kranführer den Ausleger des Baukrans mit einem Gewicht von nahezu 14 Tonnen demontierte und dieses Teil am Haken seines Pneukrans hing, obwohl die Tragfähigkeit des Pneukrans in dieser Position bei maximal 12 Tonnen lag.  Obschon im Pneukran die Überlast angezeigt wurde, schaltete der Kranführer das Warn- und Sicherheitssystem aus und führte die Arbeit fort.

Beim nachfolgenden Manövrieren mit ausgeschaltetem Sicherheitssystem verlor der Kran die Bodenstabilität und fiel um, was zum oben erwähnten Unfall führte.

Bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat nun gegen den verantwortlichen Kranführer einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Gefährdung durch Beseitigung oder Nichtanbringung von
Sicherheitsvorrichtungen erlassen.

Gegen den Strafbefehl wurde keine Einsprache erhoben, so dass dieser nun in Rechtskraft erwachsen ist. Die beschuldigte Person wird zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen und zu einer Busse verurteilt.