Der FC Basel wird am 2. Juni den Meistertitel feiern. Daran zweifelt bereits heute niemand mehr. Und weil der FCB dies traditionell auf dem Barfi tut, muss der Platz dann verfügbar sein. Die «Nacht des Glaubens», organisiert von Kirchen und Freikirchen, musste der potenziellen Meisterfeier weichen, obwohl die Organisatoren bereits vor zwei Jahren bei der Allmendverwaltung den Barfüsser-, Münster- und Theaterplatz reserviert hatten.

Im Oktober folgte ein Vorstoss von EVP-Grossrätin Annemarie Pfeifer. Darin kritisierte sie die Allmendverwaltung: Die «Vorreservierungen» seien «unverbindlich», die Bewilligungspraxis «intransparent und kompliziert».

Regierung weist Kritik zurück

In der Antwort auf die Interpellation wies die Basler Regierung diese Kritik zurück: «Dem Vorwurf liegt wohl mangelnde Sachkenntnis zugrunde», heisst es. Die Organisatoren hätten kein Gesuch eingereicht. Ein solches sei aber zwingend für einen verbindlichen Reservationsentscheid. Zudem hätten die Organisatoren im August informiert, dass sie den Barfi nicht mehr benötigen, da es möglicherweise zu einer Terminkollision komme, sollte der FCB Meister werden.

Jetzt geht das Hick-Hack in die nächste Runde. In einer Stellungnahme kritisiert das Organisationskomitee die Antwort des Regierungsrats. Das Gesuch, das die Allmendverwaltung für eine verbindliche Reservation brauche, sei sehr detailliert. Es sei für sie nicht möglich, frühzeitig ein Gesuch mit so detaillierten Angaben einzureichen. Dass sie die Reservation zurückgezogen haben, stimmt zwar, aber: «Uns wurde vom Kulturamt ausdrücklich beschieden, dass eine Durchführung auf dem Barfüsserplatz nicht möglich sei und nicht bewilligt werden würde», heisst es in der Stellungnahme. Dieser Kritik schliesst sich die EVP an: «Anstatt ihre eigene Kommunikation zu überdenken, schieben die Behörden den Veranstaltern die Schuld zu», teilt die Partei mit. Die EVP verlangt eine finanzielle Abgeltung für die Veranstalter. Pfeifer fordert zudem, dass die Geschäftsprüfungskommission die Abläufe im Bewilligungswesen durchleuchtet. (NLA)