Sven Epiney zögert mit der Entschlüsselung der gewonnen Punktzahl. Doch dann der magische Moment: Nathalie Schneider knackt die 200-Punkte-Grenze und gewinnt mit ihrem Team «Open Air Bottmingen» bei der Sendung «5 gegen 5» im Schweizer Fernsehen 30000 Franken. Ihre vier Mitspieler tragen ihre Kollegin in der am Montag ausgestrahlten Sendung auf den Schultern. Dass ein Team fünf Sendungen in Folge gewinnt und damit den Jackpot knackt, ist äusserst selten. Das Geld können Sacha Lüthi, Rooven Brucker, Nathalie Schneider, Fabian Vogt und Olivier Bieli dringend gebrauchen – für die karitativen Zwecke, für die sich der Förderverein rund um das Open Air einsetzt.
Geld wird dringend gebraucht
Das Open Air findet alle zwei Jahre statt, heuer zum fünften Mal. Der Gewinn geht dieses Jahr an herzkranke Kinder in der Schweiz und an die Schweizerische Hunderettung Mallorca. Diese setzt sich für gequälte Hunde auf der Ferieninsel ein. «Wir können den Batzen dringend brauchen», sagt Open-Air-Präsident und Team-Captain Olivier Bieli.
Die Anmeldung geschah aus rein strategischen Gründen. Man hatte es weniger aufs Finanzielle abgesehen, sondern vor allem auf die Bekanntheit, die mit solch einem Fernsehauftritt erlangt werden kann. «Wir wollten die Idee hinter dem Open Air den Menschen am Bildschirm näher bringen.» Die Taktik ging auf. Die Spiel-Show mit Sven Epiney ist landesweit beliebt. «Die Zuschauer dieser Sendung entsprechen unserem Zielpublikum.» Dieses besteht hauptsächlich aus Familien und älteren Leuten.
Reaktionen nach der ersten Sendung
Schon nach der ersten Sendung erhielt das Team Reaktionen. So wurde Bieli auf der Strasse angesprochen. «Ziel erreicht», resümiert er zufrieden. «Der Gewinn war schliesslich das i-Tüpfelchen.» Doch ganz so locker, wie der Team-Captain rückblickend darüber spricht, nahmen es die fünf Kollegen aber nicht. Drei von ihnen hätten sich intensiver vorbereitet, unter anderem er selber. «Ich habe mir die Sendung öfter und intensiver zu Gemüte geführt, um die Abläufe genau zu kennen.»
Einmal hätten sie sich gegenseitig abgefragt, «was aber nur beschränkt half». Man wisse ja nicht, welche Fragen wirklich kämen. «Wirkliche Wissensfragen sind es ja nicht, da kann man sich schnell mal täuschen.» Am Ende von drei der fünf Sendungen schafften sie die 200 geforderten Punkte. Olivier Bieli hatte dabei erheblichen Anteil.