De Courten war trotz des neuen Mandats nicht zum Jubeln zumute: Er musste am Morgen den Tod seines Vaters beklagen. «Es wird noch eine Weile dauern, bis ich mich darüber wirklich freuen kann», sagte er mit feuchten Augen.
Trotz der Umstände hatte er eine plausible Erklärung für den Wahlerfolg bereit: «Meine gute Arbeit im Landrat wird eben registriert», sagte er, um im gleichen Atemzug auf einen Wermutstropfen zu sprechen zu kommen: Sein Partei-Kollege und Freund Christian Miesch zog nämlich mit knapp 800 Stimmen gegen de Courten den Kürzeren, was nicht im Sinne des frisch gewählten Nationalrats war: «Ich hätte mir gewünscht, dass Caspar Baader in den Ständerat und dann Christian Miesch und ich in den Nationalrat gewählt werden.»
Der enttäuschte Miesch wird nach eigenem Bekunden nun eine «kreative Pause» einlegen, wie er sagte.