«Für die in der Zwischenzeit vorgenommenen Nutzungsänderungen wurden keine Gesuche gestellt, sie wurden uns nicht mitgeteilt, sie sind nicht bewilligt und grösstenteils auch nicht bewilligungsfähig.» Mit diesem Satz bestätigt die Gemeinde Lausen in einer Mitteilung an die Medien, dass Daniela Gaugler und ihr Mann Christoph im Fall um ihr Bed and Breakfast nicht die ganze Wahrheit gesagt haben. Es seien zu viele Aussagen gemacht worden, «die grösstenteils ungenau, unvollständig und zum Teil auch einfach unwahr sind».

Das Baselbieter Bauinspektorat hat den Betrieb der Gauglers in der Gewerbezone Lausens überprüft. Ihren Entscheid, ob beim Führen des Bed and Breakfast alles ordnungsgemäss ist, hat das Inspektorat zwar gefällt, es kommuniziert aber nicht darüber. Auch die Gauglers hüllten sich lange in Schweigen. In einem Interview mit der bz nahmen sie dann endlich Stellung. Darin sagte Christoph Gaugler: «Ich möchte betonen, dass die Verfügung letztlich festhält, dass nichts illegal ist. Das Bed and Breakfast ist bewilligt.»

In einer Mitteilung vor einigen Tagen schrieb Daniela Gaugler nochmals explizit, sie habe nichts getan, von dem der Kanton oder die Gemeinde keine Kenntnis gehabt hätten.

In der Medienmitteilung der Gemeinde Lausen steht nun aber, dass jeweils sofort reagiert wurde, «wenn eine Verletzung der Zonen- oder Bauvorschriften festgestellt wurde». Die kritischen Punkte seien mit den Gauglers besprochen worden. «Aufgrund der dann nachgereichten Unterlagen konnten die Bewilligungen erteilt werden.» Zum Zeitpunkt der Bewilligung habe die Liegenschaft und die geplanten Nutzungen den Vorschriften entsprochen.

Jedoch habe sich die Nutzung in der Zwischenzeit geändert. Und diese Änderung sei nicht bewilligt. «Die heutige Nutzung entspricht unseres Erachtens nicht mehr der ursprünglich bewilligten», schreibt die Gemeinde in der Mitteilung.

Ein Gesuch Gauglers, das Bed and Breakfast zu erweitern und Büroräumlichkeiten in Wohnungen umzufunktionieren, wurde - nachdem das Gesuch nachträglich eigereicht wurde - von der Gemeinde bewilligt. Jedoch nur unter der Auflage, dass die Zimmer nicht dauervermietet werden. Doch genau dies wird der Landratspräsidentin vorgeworfen.

Die bz konnte nach der Veröffentlichung der Mitteilung der Gemeinde mit Christoph Gaugler sprechen. Er und auch seine Frau wollen sich zurzeit nicht zum Fall äussern. Zuvor habe er sich mit seinem Anwalt besprochen und entschieden, dass sie weiterhin nichts zur Verfügung des Bauinspektorats sagen werden. Dies war aber noch bevor sich die Gemeinde Lausen zu Wort meldete. Nun müsse er nochmals mit seinem Anwalt Rücksprache nehmen.