Nach der gefeierten Rede der 67-jährigen Hollywood-Schauspielerin Meryl Streep bei der Verleihung der Golden Globes und der harschen Reaktion Donald Trumps haben sich Prominente auf die Seite der Schauspielerin gestellt. "Sollten Sie nicht das Land regieren?", fragte etwa Schauspielkollege George Clooney als Reaktion auf Trumps Tweet, wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtete.

Trump hatte die vielfach ausgezeichnete Streep als eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen Hollywoods bezeichnet, nachdem sie ihn in ihrer Rede hart attackiert hatte. Auch die Moderatoren der US-Late-Night-Shows und ihre Gäste verteidigten Streep gegen Trump.

Meryl Streep an der Golden Globe-Verleihung 2017

 Meryl Streep, Golden Globes

"Sehen Sie, Herr Trump. Sie können sich weigern, Ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Sie können die Verbannung einer ganzen Religion fordern. Sie können mit einem Diktator anbandeln. Aber Meryl Streep überschätzt nennen? Nein! Das geht zu weit!" sagte Stephen Colbert von der "Late Show".

Schauspieler Seth Meyers sagte in der Sendung, Streep sei so gut, dass Leute ihren Namen verwendeten, um Leute anderer Berufe zu loben. "Zum Beispiel LeBron James ist die Meryl Streep des Basketballs. Oder Donald Trump ist die Meryl Streep des Dünnhäutigseins." James Corden ("Carpool Karaoke") fügte hinzu, immerhin sei der Titel "die am meisten überschätzte Schauspielerin Hollywoods" der einzige, den Streep bis dahin noch nicht gewonnen habe.

Der Schriftsteller Aaron Gillies schlug auf Twitter eine gemeinsame Strategie aller Prominenter vor: "Wenn alle berühmten Leute Trump in den nächsten vier Jahren permanent kritisieren, wäre er zu beschäftigt, auf Twitter zu schimpfen, um uns alle zu töten." Diese Idee griff Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling auf und verbreitete sie in einem Retweet mit dem Kommentar "Wenn ein Vergnügen zur Pflicht wird" weiter.