Der Unfall in der Nähe von Densbüren ereignete sich gemäss Polizeiangaben um 21 Uhr auf der leicht schneebedeckten Strasse. Ein mit drei Irakern besetztes Auto kam auf dem steilen Strassenabschnitt ins Schleudern und prallte in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der dritte Mann liegt schwer verletzt im Spital. Der Fahrer im entgegenkommenden Auto erlitt nur leichte Verletzungen.

Der starke Schneefall führte am Mittwochabend auf Aargauer Strassen zu weiteren vier Unfällen. Diese liefen aber glimpflich ab. Auf dem Kaistenberg im Fricktal kam ein Auto schleudernd von der Strasse ab und überschlug sich die Böschung hinunter. Der Lenker wurde leicht verletzt. Am Auto entstand Totalschaden.

Viel Blechschaden

Auch in der Zentralschweiz kam es bei Schneefällen am Mittwochabend zu zahlreichen Strassenunfällen. Bei fünf Unfällen im Kanton Luzern wurden zwei Personen leicht verletzt ins Spital gebracht. In Schwyz blieb es bei sechs Unfällen mit Blechschäden.

Zudem blieben nach Angaben der Polizei mehrere weitere Fahrzeuge auf schneebedeckten Strassen stecken und sorgten für Verkehrsbehinderungen. Insgesamt entstand bei den Unfällen Sachschaden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken.

Verkehrschaos auf der A1

Nicht mehr viel ging ab Donnerstagmittag auf der wichtigsten Autobahn in Zürich. Auf der A1 in Richtung St. Gallen standen Reisende ab Affoltern bis Winterthur vorübergehend auf einer Länge von rund 30 Kilometern still, wie Viasuisse mitteilte. Der Zeitverlust betrug rund zwei Stunden. Mehrere Lastwagen standen quer und blockierten die Fahrbahn.

Geduld war auch auf der Gegenseite gefragt: Die Wartezeit betrug in Richtung Zürich 45 Minuten. Mit erheblichen Zeitverlusten war zudem auf der Autobahn im Zürcher Oberland zu rechnen.

In der Stadt Zürich und Region verkehrten verschiedene Buslinien wegen der prekären Strassenverhältnisse nicht mehr oder verspätet. Eingeschränkt ist auch der Postauto-Betrieb einiger Linien im Raum Winterthur.

Weichenheizungen laufen auf Hochtouren

Bei den gegenwärtigen Minustemperaturen ist auch die SBB gefordert: Damit die Weichen auf dem Schweizer Bahnnetz nicht vereisen und für Verspätungen sorgen, werden sie mit Gas- und Elektroheizungen gewärmt. 7400 solcher Anlagen laufen momentan auf Hochtouren.

Die Weichenheizungen schalten sich automatisch ein und aus, je nach dem, welche Daten die Wetterstationen und die Temperaturfühler an den Schienen liefern. Daneben sind auch die Mitarbeitenden gefordert. Rund 360 SBB-Angestellte sind für den Winterdienst eingeteilt und schaufeln, pflügen, salzen und wischen.