Zu behaupten, der FC Basel taumele der Winterpause entgegen, wäre gewiss übertrieben. Zwar kommt es eher selten vor, dass er zwei Pflichtspiele in Folge verliert,  doch mit YB (1:3) und Arsenal (1:4) ist der FCB kurz vor Ferienbeginn halt auch auf zwei sehr formstarke Mannschaften getroffen.  Niederlagen sind da noch lange keine Blamage. Aber klar ist auch, dass sich der Meister im allerletzten Spiel des Jahres  gegen den FC St. Gallen keine Blösse geben darf, will er einigermassen frohgelaunt die gut dreiwöchigen Ferien antreten.

«Bei uns herrscht noch absolut keine Ferienstimmung», sagt Urs Fischer. «Wir sind es den Fans schuldig, zum Abschluss noch einmal eine gute Leistung zu zeigen.» Ihm ist natürlich nicht entgangen, dass es beim heutigen Gast  zuletzt aufwärts gegangen ist. «Es sieht danach aus, als hätten die St. Galler System und Formation gefunden», sagt Fischer.

«St.Gallen ist nicht unser Lieblingsgegner»

Seit fünf Spielen sind die Ostschweizer ungeschlagen, zuletzt haben sie den FC Sion besiegt. «Die Spieler fühlen sich offensichtlich wohler im neuen System», sagt Fischer. Seit der St. Galler Trainer Joe Zinnbauer mit einer Dreierkette verteidigen lässt, sind die Resultate besser geworden.

Weil der Deutsche beim trainerlosen Karlsruher SC ein Thema ist, hat der «Kicker» nach St. Gallen geschaut und geschrieben, Zinnbauer arbeite dort sehr erfolgreich. Was allerdings bei einem Punkteschnitt von 1,22 nach 50 Partien an den Haaren herbeigezogen ist. Immerhin hat er sich im Vergleich zu seiner letzten Station, dem Hamburger SV, um 0,22 Punkte gesteigert…

So oder so: Die Basler sind gewarnt und haben aufgrund ihrer eigenen mässigen Verfassung keine Veranlassung, die Ostschweizer auf die leichte Schulter zu nehmen. "St. Gallen ist ja auch nicht gerade unser Lieblingsgegner", sagt Fischer.  Eine erstaunliche Aussage, wo Basel doch sechs der letzten sieben Pflichtspiele gegen St. Gallen gewonnen hat.

Personell sieht es beim FCB seit dem gestrigen Morgentraining nicht mehr so gut aus. Geoffroy Serey Die (Fersenbein), Seydou Doumbia (Hüftbeuger) und Marc Janko (muskuläre Probleme) mussten die Übungseinheit abbrechen, und Fischer hat nur im Falle von Janko die Hoffnung, er könne gegen St. Gallen spielen. Und wenn nicht? Wer spielt dann im Sturm? "Wir würden schon eine Lösung finden", sagt Fischer, der auch auf Stürmer Andraz Sporar verzichten muss. Mohamed Elyounoussi oder Renato Steffen wären wohl die ersten Alternativen für die Besetzung des Angriffs.