Im Duell zweier spielstarker U21-Mannschaften wussten die Gäste auf schwer bespielbarem Kunstrasen im Zürcher Heerenschürli besser zu gefallen. Zwar hatte auch der Heimclub seine Chancen, doch gestohlen war die Zwei-Tore-Führung nach einer guten Stunde nicht. 

In der 21. Minute war es Dominik Schmid, der nach einem langen Ball Manuel Akanjis der FCZ-Defensive entwischte und Goalie Novem Baumann sicher bezwang. Und in der 63. Minute hämmerte Kenan Heric eine Flanke des ebenfalls eingewechselten Gezim Pepsi volley zum 0:2 ins Netz. 

Die Wechsel auf Basler Seite erfolgten allesamt gezwungenermassen. Neftali Manzambi (17.), Bastien Conus (46.) und Schmid (59.) verliessen das Feld verletzungsbedingt. Und als die Verletzungshexe in der 65. Minute auch bei Pepsi zuschlug, mussten die Rotblauen die Partie in Unterzahl zu Ende spielen.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, seufzte Raphael Wicky, dessen Aktivkarriere nicht gerade arm an Erlebnissen war. Als Entschuldigung dafür, dass Zürichs Joker Fabian Rohner die numerische Überlegenheit zu einem Doppelpack nutzte (71., 78.), wollte der FCB-U21-Trainer das grosse Verletzungspech aber nicht anführen. „In den letzen 25 Minuten fehlte uns die Mentalität, den Vorsprung mit allen Mitteln verteidigen zu wollen!“ 

In Anbetracht der Umstände darf der Auswärtspunkt dennoch als gutes Resultat gewertet werden. Doch die positive Halbjahresbilanz (Rang 2) wurde von den Verletzung der vier Spieler getrübt. „Über allem steht die Gesundheit der Junioren“, betonte Wicky, der sich im Verlauf der zweiten Halbzeit telefonisch die Erlaubnis einholen musste, Akanji durchspielen zu lassen. Unter normalen Umständen wäre das Comeback des Verteidigers nach dessen Kreuzbandriss auf 75 Minuten beschränkt gewesen. (pd)