«Man muss immer etwas Neues bieten, sonst hat man verloren», sagt Beni Giger. Er ist Regisseur beim Schweizer Fernsehen und für die Übertragung der Lauberhornrennen verantwortlich. «Mein Ziel und mein Anspruch ist es, dass das Schweizer Fernsehen die besten Skibilder der Welt liefert.»

Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, hat Giger dieses Jahr eine Kamera im Einsatz, die bisher erst an der Mountainbike-WM und am Unspunnen-Schwingfest getestet wurde. An einer Drohne - ein Fluggerät, das vom Boden aus gesteuert wird - wird eine Kamera befestigt. Die Idee: Die Drohne fliegt hinter dem Fahrer über den Hundschopf. «Das gibt mir völlig neue Möglichkeiten und spektakuläre Bilder», sagt Giger.

Einige Fahrer haben sich beschwert

Völlig problemlos ist der Einsatz der Drohne aber nicht. Im gestrigen Training wurde sie erstmals getestet und erst am Abend erteilte FIS-Renndirektor Günter Hujara die Einsatzbewilligung für die heutige Super-Kombination. Er mahnte aber gleichzeitig: «Einige Fahrer haben sich beschwert, dass sie gestört wurden. Der Abstand zum Fahrer muss zwingend erhöht werden, sonst gibt es für die Abfahrt keine Bewilligung.»

Gefordert sind die Kameraleute. Zwei Personen kümmern sich um die Drohne. Einer fliegt, der andere steuert die Kamera. «Da muss man höllisch aufpassen», sagt Giger und deponiert bei Hujara gleich den Antrag, die Drohne auch am Sonntag im Slalom einsetzen zu dürfen.

Und was sagen die Fahrer dazu? «Ich habe gar nichts mitbekommen», sagt Beat Feuz, «aber ich würde wohl nicht mal merken, wenn die Kamera vor mir fliegt.» Ein Problem hat dafür Giger: «Im Bild hört man den Motor der Drohne.» Dieser Lärm störte auch einige Fahrer.