Insgesamt 55 Jahre Gemeindearbeit haben die vier auf ihrem Buckel: der Ammann Peter Amsler, die Gemeinderäte Walter Frey und Cornelia Wächter sowie der Schreiber Daniel Reis. Sie alle treten dieses Jahr von ihrem Amt zurück. Übrig bleiben Vizeammann Roger Meyer und Gemeinderat Robert Wernli.

«Wir hatten ein lässiges Team», sagt Peter Amsler, die Rücktritte erfolgten nicht wegen schlechter Stimmung. Man habe zwar diskutiert, ob die Abgänge gestaffelt geschehen könnten, aber halbbatzige Übergangslösungen habe man auch nicht gewollt, sagt Amsler, der Ende 2013 16 Jahre lang Densbürer Gemeindeammann gewesen sein wird.

Ein stiller Schaffer

Am längsten arbeitet Gemeindeschreiber Daniel Reis in der kleinen Gemeinde hinter der Staffelegg: 21 Jahre. Er ist keiner, der sich in den Vordergrund stellt. «Lieber arbeitet er diskret in seinem Kämmerchen», sagt Amsler. «Wir bedauern sehr, dass er geht. Er war nicht nur meine linke, sondern auch meine rechte Hand.»

Reis selbst sagt, er habe nach einem «tagfertigen» Job gesucht, also einem, den man abends abschliessen kann. Belastend dürfte aber auch sein nächster Job werden – wenn auch auf eine andere Weise: Der 54-Jährige wird Betreuer beim kantonalen Sozialdienst. Im Nachtdienst von 17 bis 4 Uhr morgens wird er die Asylunterkünfte besuchen und für Sicherheit sorgen. «Das braucht Leute mit starken Nerven und Lebenserfahrung», sagt der Leiter Fachbereich Sicherheit und Logistik im kantonalen Sozialdienst, Jean-Marie Suter. Deshalb habe man sich um Reis bemüht.

Er beginnt zum 3. mal als Quereinsteiger

Dieser sagt, die Feldarbeit liege ihm mehr als das Leiten von Projekten. Und doch habe ihm die Arbeit als Gemeindeschreiber sehr gefallen: «Den Beruf kann ich empfehlen. Das Gesamtpaket ist gut.» Protokoll schreiben kann er heute aus dem Effeff. Am liebsten habe er konkrete Probleme gelöst. Er schätze sich glücklich, zum dritten Mal einen Beruf als Quereinsteiger anpacken zu können. Vor seinem Amt in Densbüren war der Unterentfelder im Bankensektor tätig. Täglich über die Staffelegg zu fahren, sei kein Problem gewesen: «Das ist die positive Kehrseite der viel befahrenen Strasse, an der auch das Gemeindehaus steht: Sie wurde im Winter zuerst geräumt.»

Die Frage wie sich Densbüren in den letzten 21 Jahren verändert hat, findet er schwierig zu beantworten. Er sagt: «Das ist wie bei einem Kind, das man aus nächster Nähe nicht wachsen sieht.» Vor dem Wechsel geht Reis in die Ferien nach Kuba. «Das ist keine Vorbereitung auf den neuen Beruf», scherzt er.