Jährlich sterben in der Schweiz um die 1300 Männer an Prostata-Krebs. Mehr Todesfälle gibt es nur noch bei  Lungenkrebs. Zudem erkranken 5600 Männer jährlich daran.

Professor Franz Recker, einer der führenden Prostata-Experten der Schweiz und Chef der Urologie-Klinik am Spital Aarau forscht an einer molekularen Weiterentwicklung von Biomarker auf genetischer Ebene. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag».

Erklär-Video: So funktioniert die Prostata-App.

Auch eine Aargauer Erfindung: Die Prostata-App.

Der Aarauer Chefarzt Franz Recker hat zusammen mit Kollegen eine App zur besseren Früherkennung von Prostata-Krebs entwickelt. Damit lässt sich nicht nur das Risiko bösartiger Tumore bestimmen, sondern auch Kosten sparen.

Einen wichtigen Anteil dabei haben Studiendaten von 10‘000 Schweizern, von denen bei der Hälfte Blutproben entnommen wurden. Recker erhofft sich damit eine Früherkennung des Prostata-Krebs.

Man müsse sich das laut Recker so ähnlich vorstellen wie bei der Schauspielerin Angelina Jolie. Sie hat sich für eine Totaloperation ihrer Brüste und Eierstöcke entschieden, nachdem genetisch abgeklärt wurde, dass sie aus familiären Gründen ein signifikant höheres Risiko hat, daran an Krebs zu erkranken.

Auch bei der Prostata sei man weltweit auf der Suche nach derartigen genetischen Veränderungen. Die Hoffnung: Wie Angelina Jolie bei ihren Brüsten und Eierstöcken sollen auch Männer in Zukunft genetisch abklären können, ob sie sich präventiv für eine Prostata-Totaloperation entscheiden wollen.