Der steile Hang oberhalb der Zufahrtsstrasse zum Densbürer Schützenhaus (Cholhalde) sieht seit dieser Woche abenteuerlich auch: Der Forstbetrieb Jura hat im grossen Stil Bäume abgeholzt, die nun am Hang rumliegen. Und sie werden auch dort bleiben, bis sie verrotten. Aus guten Grund.

Wie Martin Blattner, Betriebsleiter des Forstbetrieb Jura ausführt, geschah der Holzschlag aus Sicherheitsgründen, um weitere Steinschläge zu verhindern. Bereits in der Vergangenheit waren nämlich Steine aus den zahlreichen Felsbändern am Hang heruntergekommen und hatten die hangabwärts liegenden Häuser beschädigt. Das Problem: «In diesem rund zwei Hektaren grossen Waldstück wurde seit etwa dreissig Jahren nicht mehr geholzt», so Blattner. «Deshalb wurden die Bäume immer älter und grösser, neue Bäume konnten nicht nachwachsen.» Solche neuen Bäume oder sonstigen Bewuchs des Waldbodens würde es aber brauchen, damit die herunterfallenden Steine aufgehalten werden.

Den Wald verjüngen

Deshalb hat der Forstbetrieb in den letzten Tagen zahlreiche ältere Bäume – Buche, Esche, Bergahorn – gefällt. «Es tut dem Wald gut, wenn man ihn verjüngt», so Blattner. Die Arbeiten seien aufgrund der starken Hanglage sehr aufwändig und gefährlich gewesen. «Aber nun haben wir hier 20 Jahre Ruhe.»

Die Arbeiter haben die meisten gefällten Bäume quer zum Hang gelegt. Dort bleiben sie, damit Steinschläge aufgehalten werden. Denn es dauert drei, vier Jahre, bis neuer Bewuchs entsteht. «Die Natur profitiert ausserdem davon, dass das Totholz hier liegen bleibt», betont Blattner. Zum Schutz der Liegenschaften bleibt ausserdem das Steinschlagnetz, das für die Fällaktion hangabwärts der Strasse aufgestellt wurde, bis nächsten Frühling bestehen.

Die Kosten, laut Blattner im tieferen fünfstelligen Bereich, übernehmen die Ortsbürgergemeinde als Waldeigentümerin sowie die Einwohnergemeinde Densbüren. Die Klimastiftung Schweiz steuert ausserdem im Rahmen ihres Waldpflegeprogramms einen finanziellen Zustupf bei.