Eine ehemalige Mieterin des Wohnblocks, das zur Asyl-Unterkunft werden soll, sagt, dass sie von den Inhabern der Liegenschaft an der Lindengutstrasse im Juli 2012 rausgeschmissen worden sei. Ihr und allen bisherigen Bewohnern seien die Wohnungen nun, nach dem Umbau, zu teuer.

Weil die Nachfrage nach den Wohnungen nicht mehr vorhanden war, haben die Vermieter - ein Bruderpaar aus Neuenhof - dem Kanton die Wohnungen zur Miete für Asylunterkünfte angeboten. Im Quartier vermutet man, dass Schwarzarbeiter im Einsatz seien. «Handwerker sieht man tagsüber keine, nur nachts und am Wochenende», sagt ein Anwohner. Die Vermieter waren auch gestern bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Anwohner Felix Grendelmeier ist derart empört, dass er gar in Erwägung zieht, mit seiner Familie Aarburg zu verlassen: «Diese Situation ist für uns eine Katastrophe!» Er wundere sich, wie hemmungslos der Kanton Aargau sei.

«Nur eine Woche vor dem geplanten Bezug werden wir vor vollendete Tatsachen gestellt.» Dabei habe der Kanton vor nicht mal einem Jahr versichert, Aarburg müsse keine weiteren Asylsuchenden mehr aufnehmen, da das Kontingent von 18 Personen mit derzeit 34 mehr als erfüllt sei.