Am Freitag hatte die Aargauer Kantonspolizei am Glattlerweg in Spreitenbach in einer Wohnung drei Leichen entdeckt. Es handelte sich um Grosseltern (77- respektive 55-jährig) und deren Enkel.

Nachdem die Mutter des Enkelkindes ihre Mutter und ihren Schwiegervater längere Zeit nicht hatte erreichen können, alarmierte sie mit Nachbarn die Polizei. Die Polizisten klingelten und klopften an der Tür. In der Wohnung tat sich jedoch nichts – erst ein Schlüsseldienst konnte Zugang verschaffen.

Spreitenbach: Warum musste Stephano so früh sterben?

Spreitenbach: Warum musste Stephano so früh sterben?

Nur ein Tag vor seinem vierten Geburtstag wurde das Leben des kleinen Stephano ausgelöscht. Was ist der Grund für eine so schreckliche Tat?

War die Tat geplant?

Dass jemand der Grosseltern den Buben, der am Freitag seinen 4-jährigen Geburtstag hätte feiern können, auf dem Gewissen hat, ist für den langjährigen Kriminalkommissär Markus Melzl kaum fassbar.

Gegenüber dem Regionalfernsehen Tele M1 sagte Melzl: «So etwas habe ich noch nie erlebt.» Im Gegenteil sei es ja eher so, dass Grosseltern oft sogar speziell gut auf ihre Grosskinder aufpassen und Sorge tragen würden. Deshalb könne er «nicht glauben, was passiert ist».

Familiendrama in Spreitenbach

Familiendrama in Spreitenbach: Schockierte Nachbarn

Am Freitag, 16. Februar 2018, wurde ein fast 4-Jähriger und dessen Grosseltern tot aufgefunden. In der Wohnung fand man eine Schusswaffe. (16.2.2018)

Der Bub hatte bei seinen Grosseltern übernachtet, damit seine Mutter zu Hause ein Geburtstagsfest vorbereiten konnte.

Ob die Tat geplant war oder ob das Kind zur falschen Zeit am falschen Ort war und beispielsweise zufällig Opfer eines Streits zwischen den Grosseltern wurde, ist unklar. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft hat frühestens für Montag neue Informationen angekündigt.

Wohl keine Dritteinwirkung

In der Wohnung hatte die Polizei am Freitag drei Leichen gefunden. Die Situation habe von Beginn weg auf ein Gewaltverbrechen hingewiesen, teilte die Kantonspolizei Aargau am Freitagmorgen mit.

«Nach ersten Erkenntnissen dürfte das Delikt durch eine der verstorbenen Personen verübt worden sein», schreibt die Kapo.

Die Betroffenheit über das Familiendrama ist in Spreitenbach gross. Gemeindepräsident Valentin Schmid drückte am Freitagvormittag in einer Mitteilung den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus: «Der Gemeinderat Spreitenbach ist sehr betroffen.» (rio)

Aktuelle Polizeibilder vom Februar 2018: