Auf diesen Moment haben alle Projektbeteiligten sehnlichst gewartet. Nun liegt der 13-seitige Fusionsvertrag vor, über den die Stimmbürger am Donnerstag, 27. Juni, an den gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen in Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen (BEEH) unter Traktandum 4 abstimmen werden. Bei schönstem Wetter und wunderbarer Aussicht auf die grüne Juralandschaft präsentierte der Projektausschuss den Medien am Mittwochabend bei der Waldhütte Grueb in Bözen dieses historische Dokument.

Der «Vertrag über den Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen zur Einwohnergemeinde Böztal» regelt die wichtigsten Punkte im Hinblick auf die neue Gemeinde, die – bei Zustimmung durch das Stimmvolk und den Grossen Rat – ab 1. Januar 2022 starten würde. Gemeindeammann Robert Schmid von Bözen warf einen Blick in die Vorgeschichte und lobte die gute Zusammenarbeit unter den vier Gemeinderäten sowie mit Projektleiter Jean-Claude Kleiner. Gegenseitiges Vertrauen, wie es bisher erforderlich war, werde es auch künftig brauchen, weil man für die neue Gemeinde nicht alles schriftlich regeln könne, so Schmid weiter.

Die Adressen bleiben unverändert

Der Fusionsvertrag regelt die Rechtsverhältnisse sowie die Organisation der Vertragspartner während der Übergangszeit und auf den Zeitpunkt des Zusammenschlusses. Die heutigen Gemeinden werden zu Ortschaften der neu gebildeten Gemeinde Böztal und behalten ihre Namen. Das heisst auch, dass die heutigen Postleitzahlen für Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen bestehen bleiben. Ebenso bleiben die Adressen mit Strasse und Nummer unverändert. Gemeindeammann Andreas Thommen von Effingen würdigte die «saubere Arbeit» der entsprechenden Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit dem neuen Wappen und dem neuen Gemeindenamen beschäftigt hatte.

«Dank Hornussen wird es möglich, dass Bözen, Effingen und Elfingen vom Bezirk Brugg zum Bezirk Laufenburg wechseln können», ergänzte Robert Schmid. Das mache Sinn, weil die drei Gemeinden bereits heute eine starke Verbindung zu den Organisationen im Bezirk Laufenburg haben. Als Beispiele nannte er die Oberstufenschule, die Regionalpolizei, den Zivilschutz und die Feuerwehr. Die Wahlen für die Behörden der neuen Gemeinde Böztal für die Amtsperiode 2022—2025 werden gemeinsam vorbereitet und voraussichtlich im Frühling 2021 durchgeführt. Der Gemeinderat wählt eine vierköpfige Begleitkommission, in der jede Ortschaft vertreten ist. Diese Begleitkommission soll für die ersten vier Jahre gewählt werden und helfen, das vorhandene Wissen zu sichern und die Anliegen der Ortschaften einzubringen.

Gesamte Verwaltung in Hornussen

Die bisherigen Ortsbürger von Bözen, Effingen und Elfingen erhalten das Ortsbürgerrecht der Gemeinde Böztal automatisch. Der Zugang zur neuen Ortsbürgergemeinde Böztal wird den ehemaligen Ortsbürgern von Hornussen – entgegen einer früheren Ankündigung – nun doch unentgeltlich gewährt. Dabei soll der Wald der ursprünglichen Ortsbürgergemeinde Hornussen, der von der politischen Gemeinde übernommen wurde, der neuen Ortsbürgergemeinde überlassen werden. «So bieten wir der Ortsbürgergemeinde Böztal einen guten Boden», sagte Vizeammann Guy David von Hornussen.

Für die Fusion gibts vom Kanton einen Beitrag von rund 6,5 Millionen Franken. «Wofür dieses Geld eingesetzt werden soll, wird der neue Gemeinderat entscheiden», sagte Gemeindeammann Giovanni Carau von Elfingen. Um möglichst wenig bauliche Anpassungen vornehmen zu müssen, geht die gesamte Verwaltung nach Hornussen und die drei Schulhäuser bleiben in Betrieb.

Präsentation Zusammenschlussvertrag Mittwoch, 5. Juni, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Elfingen und im Birkensaal in Hornussen; Donnerstag, 6. Juni, um 20 Uhr im Gemeindesaal Bözen und Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr, Alte Trotte Effingen.