Die Strasse zwischen Hornussen und Zeihen im oberen Fricktal war während Jahren in einem schlechten Zustand. Nun ist sie seit einigen Wochen saniert und teilweise breiter als früher. Wer hier regelmässig unterwegs ist, war gespannt, wie die neue Strasse wohl markiert wird.

Ausgangs Hornussen ist auf der linken Seite ab dem Start der Stützmauer eine weisse Randlinie aufgemalt. Die Seitenlinie rechts beginnt später. Nach der scharfen Linkskurve hören sowohl Seitenlinie wie Mittellinien abrupt auf – bis nach Zeihen.

Anders präsentiert sich die ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit sanierte Ausserortsstrasse zwischen Bözen und Elfingen. Diese verfügt nach wie vor über Mittellinien, aber keine Seitenlinien, obwohl solche für Auto- wie Zweiradfahrer besonders nachts sehr hilfreich wären, weil der Niveauunterschied zwischen Belag und Bankett so gross ist.

Fallspezifische Entscheide

Auf diese Markierungssituationen angesprochen, sagt Dominik Studer von der Abteilung Tiefbau beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU): «Das Kantonsstrassennetz wird aufgrund der Bedeutung – beispielsweise des Verkehrsaufkommens oder der Fahrbahnbreiten – in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.»

Im Grundsatz würden die übergeordneten Hauptverkehrsstrassen mit einem hohen Ausbaustandard erstellt und entsprechend ausserorts mit einer Rand- und Mittellinie markiert (beispielsweise beim Abschnitt Frick–Eiken–Stein).

Hingegen genüge auf den Verbindungsstrassen ein tieferer Ausbaustandard und entsprechend würden entweder Rand- oder Mittellinien markiert (bei der Strasse Eiken–Schupfart–Wegen-stetten genügt eine Mittellinie).

Bei untergeordneten Kantonsstrassen mit sehr geringem Verkehrsaufkommen und sehr geringen Fahrbahnbreiten werden teilweise gar keine Linien markiert.

Bei jedem Ausbau- oder Sanierungsprojekt wird laut Studer die Situation fallspezifisch betrachtet und gegebenenfalls zusätzliche Markierungen vorgenommen. Dabei stehen Gefahrenzonen für Automobilisten im Fokus.

Im Fall von Hornussen–Zeihen habe man zusätzlich zu den erwähnten Grundsätzen eine Randlinie bei vertikalen Abschlüssen (Stellplatte, Stützmauer) ausgeführt. Die Stellplatte war wegen der Grundwasserschutzzone notwendig.

Manchmal brauchts Korrekturen

Auf dem Abschnitt Bözen–Elfingen wird die Höhendifferenz zwischen Belag und Bankett allenfalls noch korrigiert. Denn laut BVU sollte diese maximal 3 bis 4 cm betragen, damit die Entwässerung und die Sicherheit gewährleistet sind. Die «Schweiz am Wochenende» hat an gewissen Stellen bis zu 7 cm gemessen.

Ist das Bankett dann einmal gut verfestigt, wird die Höhendifferenz laut Studer nur kleiner, da die Bankette «wachsen». Noch nicht festgelegt ist laut Kanton die detaillierte Markierung für den geplanten Ausbau der Bözbergstrasse mit neuen Radstreifen bergwärts.