Die Chaischter Strossefasnacht ist ebenso bunt wie laut und zudem frech. Das war die letzten 40 Jahre so und auch in diesem Jahr machten die Narren am Sonntagnachmittag dahingehend ihrem Ruf alle Ehre, getreu dem aktuellen Motto «Au nach 40 Joor, Füür und Flamme». Gemäss dem närrischen feurigen Motto schlängelten sich die Flammen der Begeisterung für die Dorffasnacht durch das Geschehen.

Gelungen war es der Fasnachtsgesellschaft Chaischter Haldejoggeli, die Kinder für die Dorffasnacht zu begeistern und sie mit ins närrische Boot zu holen. Nahezu 200 Schüler vom Kindergarten bis zur Mittelstufe hatten sich im Vorfeld der Jubiläums-Fasnacht in Workshops viele feurige Verkleidungen einfallen lassen, die sie am Umzug mit grosser Freude präsentierten. Als riesige Geburtstagstorte mit vielen süssen Zipfeli brachten die Kindergartenkinder zusammen mit der Musikgesellschaft Kaisten dem närrischen Geburtstagskind ein Ständchen.

Prototye-Gugger im Piraten-Look

Die Prototype-Gugger, in diesem Jahr im Piraten-Look kostümiert, führte den Umzug an. In munterer Folge reihten sich Elferrat und Haldejoggeli, feurige Schulkinder, Mittelstüfler im Ski- und Snowboard-Outfit, der Frauenturnverein in Kostümen aus den letzten 40 Jahren Chaischter Fasnacht, die Musikgesellschaft, D’Nostalgiker mit ihrem Wagen, die Frauen vom Samariterverein im Flower-Power-Look sowie mit einem ganzen rollenden Stall vollen Kühe die Alte Garde und die Nachbarsfrauen in Bauernmanier aneinander.

Nach dem Umzug durch das Dorf präsentierten sich die Umzugsteilnehmer auf der Bühne den vielen närrisch kostümierten Zuschauern. Die Musikgruppen unterhielten mit fetzigem Fasnachts-Sound. Der Frauenturnverein, der in diesem Jahr ebenfalls sein 40-Jahre-Jubiläum feiern darf, kramte tief in Kisten und Manuskripten früherer Fasnachten und weckte dabei viele Erinnerungen. Hervor holten sie tolle Kostüme und Schnitzelbänke. Sie nahmen aber auch aktuelle Geschehnisse rund ums Dorf aufs Korn. So bekam unter anderem auch der Gemeinderat sein «Fett weg», denn der fand offensichtlich den Weg beim letzten Tschätteri nicht. Mit alten Kaister Bauernregeln und Seitenhieben auf das Dorfgeschehen unterhielten D’Nostalgiker die närrischen Gäste. Erinnerungen an viele schöne Fasnachtsmomente überreichten sie Narrenvater Marco Zaugg. Zu ABBA-Songs tanzten und sangen die Damen vom Samariterverein und ernteten dabei viel Beifall. Dem lieben Milchvieh, mit und ohne Hörner, nahm sich die Alte Garde in Kostümen und Worten an.