3300 Sitzplätze, 1550 Schichten, 8650 Helferstunden – das 112. Nordwestschweizerische Schwingfest vom 2. bis 4. August ist neben der Expo in Rheinfelden und dem Musiktag in Möhlin eine von drei Fricktaler Grossveranstaltungen in diesem Jahr. Rund 130 Teilnehmer werden in Wittnau im Sägemehl stehen und um den Zuchtmuni Jehlewi, der einen Wert von rund 5000 Franken hat, schwingen. Damit nicht nur der Sieger einen Preis erhält, ist das OK derzeit auf der Suche nach Sponsoren für den Gabentempel. «55 bis 60 Prozent der Preise haben wir zusammen. Schön wäre es, wenn wir einen Wert von 100'000 Franken an Gaben erreichen», sagt Gabenchef Christian Brogle.

Gemäss OK-Präsident Werner Müller liegt man mit den Vorbereitungen gut im Zeitplan. Neben der Sponsorensuche für die Gaben ist man derzeit bemüht, Helfer für das Fest zu rekrutieren. Rund 700 sind für die 1550 Schichten nötig.

Dabei setzt das OK auch auf die ortsansässigen Vereine. «Bereits der Aargauische Musiktag 2017 hat gezeigt, dass das Dorf bei Grossveranstaltungen zusammenhält», sagt Müller. Daneben setzt man auf Unterstützung aus den Reihen der Zivilschutzorganisation Oberes Fricktal der umliegenden Vereine und des Schwingklubs Fricktal. Der Aufbau des Festgeländes und des Schwingareals auf dem Schulgelände startet rund zwei Wochen vor Beginn des Festes. Insgesamt erstellt der Schwingklub Fricktal ein rund 1300 Quadratmeter grosses Feld mit vier Schwingkreisen. Rundherum kommt eine Stahlkonstruktion mit drei Tribünen zu stehen.

«Insgesamt hat die Arena rund 3300 Sitzplätze und 700 Stehplätze», sagt Müller, der davon ausgeht, dass am Sonntag jedoch mehr Zuschauer vor Ort das Spektakel verfolgen werden. «In diesem Fall werden wir eine grosse Leinwand für ein Public Viewing auf dem Gelände aufstellen», so Müller. Das SRF wird vor Ort sein und die Veranstaltung per Livestream und im Fernsehen übertragen.

Postauto-Taktung wird erhöht

Damit es am Sonntag zu keinem Verkehrschaos kommt, wird das OK auf zwei Feldern grosse Parkflächen ausweisen. Diese befinden sich rund 800 Meter von der Schwing-Arena entfernt. Shuttle-Busse werden während des Schwingfestes verkehren. Für den Ticketvorverkauf, der Ende März startet, wird das OK die Käufer bitten, Angaben darüber zu machen, mit welchem Verkehrsmittel sie zum Fest reisen, damit man sich optimal einstellen kann.

«Wir haben bereits Gespräche mit der Postauto AG hinsichtlich einer Takterhöhung der Busse von Frick und Aarau aus geführt», sagt Müller, der die grösste Herausforderung darin sieht, am Sonntag in der Mittagspause, einige Tausend Besucher innert einer kurzen Zeit mit Essen zu versorgen. «Das wird sicher einen grossen Ansturm geben», sagt Müller.