Mit Bedauern reagiert auch die Abteilung Kultur auf das Aus für den Circus Nock. Damit gehe ein Teil der Aargauer Volkskultur mit langer Geschichte und Verankerung in der Aargauer Bevölkerung und ausserhalb des Kantons zu Ende, sagt Sascha Katja Giger, Mediensprecherin des Departements Bildung, Kultur und Sport, auf Anfrage der AZ.

Für die letztjährige Nock-Produktion «bravo bravissimo» hatte der Regierungsrat einen Swisslos-Fonds-Beitrag von 70'000 Franken gesprochen. Die Abteilung Kultur habe die Schlussabrechnung für das Vorhaben noch nicht erhalten. «Das Vorhaben hat jedoch stattgefunden, insofern ist davon auszugehen, dass es zu keiner Rückforderung kommt», beantwortet Giger eine entsprechende Frage der AZ.

Auch in diesem Jahr hat der Regierungsrat 70'000 Franken gesprochen – für das Jubiläumsprogramm im nächsten Jahr. Das Geld sei noch nicht ausbezahlt, sagt Giger. Ob das Geld oder ein Teil davon ausbezahlt wird, kann Giger derzeit nicht sagen. «Die Abklärungen zum Stand des Vorprojektes für das Jubiläumsjahr 2020 stehen noch aus, insofern kann dazu noch keine Aussage gemacht werden.»

Klar ist: Das Nock-Aus hat keinen Einfluss auf den Gastauftritt des Kantons Aargau am «Fête des Vignerons» in Vevey am 6. August 2019, der unter dem Motto «Cirque d’ArgoVin» steht und an dem Aargauer Zirkusunternehmen beteiligt sind. Das Programm sei von der «Nock»-Schliessung nicht tangiert, sagt Giger. Was der Kanton Aargau in Vevey bieten wird, will die Regierung in dieser Woche präsentieren.

Auch andere Verpflichtungen oder Verbindungen zwischen dem Zirkus respektive der Familie Nock und der Abteilung Kultur bestehen laut Giger nicht.