Am Bahnhof in Rheinfelden gibt es Bücher aus der Telefonkabine. Seit zwei Jahren füllt die Stadtbibliothek die Telefonkabine mit dem an Harry Potter angelehnten Namen «Gleis 9 3/4» laufend mit Büchern auf, die dann von Pendlern und anderen Zugreisenden mitgenommen werden. «Wir schauen, dass das Angebot aktuell bleibt», sagt Barbara Scholer, Leiterin der Stadtbibliothek. Optisch und inhaltlich attraktive Bücher dürfen laut Scholer gerne auch direkt in der Kabine abgelegt werden. Weniger Freude haben die Zuständigen, «wenn jemand einfach alten Plunder loswerden möchte.»

In Bad-Säckingen kommen die Bücher aus vier von Sponsoren mitfinanzierten Kühlschränken. Der Förderkreis der Stadtbücherei bietet darin Snacks für Leseratten. «Es herrscht ein reger Austausch. Die Kühlschränke füllen sich selber wieder, allerdings nicht immer so, wie wir es uns wünschen. Betreuer nehmen daher sehr alte Bücher oder nicht mehr aktuelle Ratgeber und Nachschlagewerke sowie religiöse Schriften heraus», erklärt Elisabeth Möller Giesen vom Förderkreis Stadtbücherei. Besonders beliebt sind Romane, Kinderbücher, aber auch Klassiker finden sich in den Kühlschränken.

Verbrannte Bücher

Der Kühlschrank am Rudolf-Eberle-Platz wurde im März angezündet, nachdem er bereits mehrfach beschädigt wurde. Nun wird er videoüberwacht. «Seither gab es keinen Vorfall mehr», so Elisabeth Möller Giesen. Grundsätzlich kommt das Angebot jedoch sehr gut an. «Von der Eisdiele am Rudolf-Eberle-Platz aus kann man gut beobachten, dass viele Leute in den Schrank reinschauen.»

In Laufenburg existiert das Gratis-Lese-Angebot während der Badesaison im Freibad. «In der Badi hat man Zeit, um zu lesen. Wir haben vor allem leichte Lektüre, darunter viele Zeitschriften, aber auch Krimis und Romane», sagt Christa Fischer, Leiterin der Bibliothek. Weil ein Krimi nicht an einem Badinachmittag fertiggelesen werden kann, dürfen die Bücher auch mitgenommen werden. Auch in Ittenthal können Bücher mitgenommen und abgegeben werden. Im Dorfladen steht dafür seit einigen Jahren ein Bücherregal bereit. «Bücher wegzuwerfen ist immer schade. Andernorts bringt man sie dann ins Brocki, hier bringt man sie eben ins Lädeli», sagt Peter Kalt, Präsident der Ladengenossenschaft Ittenthal.