Für den neuen Stadtpark Ost investierte die Stadt rund drei Millionen Franken und realisierte damit eine Oase für Wohlbefinden und Freizeitgestaltung. Am Freitag, 3. Mai, kann die attraktive Anlage im Rahmen eines kleinen Festes offiziell der Bevölkerung übergeben werden.

Hauptattraktionen sind der grosszügig dimensionierte Klettergarten und die neuen Steintreppen zum Rhein hin. Schon gestern, an einem herrlichen Frühlingstag, erfreuten sich überwiegend Frauen und junge Mütter mit ihren Kindern um die Mittagszeit an der Atmosphäre im Grünen, an der Ruhe und Schönheit des Parks. Sie genossen die Sonne, teils auf den fest installierten, hölzernen Liegestühlen, oder breiteten genüsslich ihr Picknick aus.

Idylle oder Schönheiten brauchen allerdings Zeit. Auf der Basis eines Parkpflegewerks von 2008 des Gemeinderats wurden bereits Entwicklungsziele formuliert: «Zugang zum Rhein, optimierte Sichtverbindungen, Ergänzung des Spielangebots sowie neue Bepflanzungen.»

Am Anfang eine Grobplanung

Seinerzeit noch eine sogenannte Grobplanung auch für Stadtrat Oliver Tschudin: «Es ist notwendig, entsprechende Infrastruktur mit Werkleitungen, WC-Anlagen und Beleuchtung zu schaffen, um auch kleinere Feste, Theater, Zirkus oder andere Veranstaltungen zu ermöglichen. Als Blickfang und Attraktion gilt zweifellos die geplante Stufenanlage am Rheinufer. Das gibt einen räumlichen und visuellen Bezug des Stadtparks zum Wasser.»

«Vom Park aus direkt ans Wasser» titelte die Aargauer Zeitung im Juni 2010, nachdem die Einwohnergemeinde die drei Millionen Franken für das Sanierungsprojekt Stadtpark Ost genehmigt hatte.

Vorausgegangen war ein längerer Rechtsstreit mit dem Kurzentrum als Grundeigentümer, weil die Stadt den Ostteil des Parks als «grüne Lunge und Naherholungsgebiet» sichern wollte und keine bauliche Nutzung durch den Kurbetrieb wünschte. Konsequenz 2007: Übernahme der Ostparzelle durch die Stadt für rund 11 Millionen Franken. Stadtammann Franco Mazzi an der Sommergemeinde 2010: «Das Parkareal hat hohe Bedeutung als Begegnungsort und steht für die Lebensqualität unserer Stadt.»

Die Parkgestaltung beschäftigte

Guido Hager, Chef des gleichnamigen, auch international tätigen Büros für Landschaftsarchitektur in Zürich, verwies schon frühzeitig auf «die einzigartige Parkatmosphäre mit riesigen Bäumen und Rasenflächen nahe dem Rhein», die es zu schützen gelte. Der Planer begrüsste es grundsätzlich, alte Bäume zu sichern, aber auch Standorte für neue auszusuchen. Jeder Park sei etwas Künstliches, Bäume seien «Träger der Anlage», Hecken lenkten die Blicke, meinte Hager und griff damit den Aspekt «Sichtachse» auf, die vom östlichen Parkteil durch das Kurzentrum-Areal bis in den westlichen Stadtpark reichen müsste.

Ein langer Weg also bis zu einer neuen Pracht. An der Einweihungsfeier besteht die Möglichkeit, Details über die Planung, Umsetzung und Beschaffenheit des Areals auf einem Rundgang zu erfahren. Im Anschluss daran sind alle zu einem kleinen Apéro eingeladen.