Auf einen Schlag erlebte der Mumpfer Bahnhof gestern Morgen einen Grossansturm: Rund 230 Wanderfreunde trafen sich dort, um auf eine 14 Kilometer lange Strecke zu gehen, die imposante Blicke auf das Rheintal ermöglichte, aber auch durch den Wald steil bergauf zum Sunneberg mit seinem markanten Aussichtsturm führte.

Rüdi Steiner, Chef az Online und auch in den nächsten Tagen Wanderführer, ist beeindruckt vom starken Interesse, auch diese nicht leichte Tour mitzumachen.«Die Stimmung ist super, gerade wegen dem guten Wetter.», strahlte Rüdi Steiner kurz vor dem Aufbruch. Der Leiter der az Online Redaktion begleitet das az-Leserwandern die gesamte Woche. Nachdem ein grauer Himmel oder sogar Regen den Wanderern letzte Woche das Leben schwer machte, freut man sich natürlich besonders über die Sonne, die sich heute über dem Fricktal zeigt.

Stadtammann Franco Mazzi erklärt, wieso Rheinfelden die österreichischste Stadt im Aargau ist

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«Stammkunden» beim Wandern

Viele lieben die az Sommerwanderungen, gehören schon zur Stammkundschaft, wie aus zahlreichen Gesprächen herauszuhören ist. Die meisten kommen aus dem Kanton Aargau, einige Dutzend aus Baselland. Mit dabei auch der Rheinfelder Grossrat Roland Agustoni (GLP), der gerne das Gespräch sucht. Er kennt seine Heimatregion, geniesst die verschiedenen Ausblicke und die idyllischen Waldabschnitte. Ein schweisstreibender Marsch zwar, aber mal abseits des Politikgeschäfts zu sein, erscheint auch Agustoni an diesem Sommertag für wichtig.

Süsse Früchte und kühles Bier

Das Waldidyll wird von der Wanderschar intensiv genossen. Sichtbar ist neben dem Wegrand, dass die Forstleute nicht mehr auf den total ausgeräumten, gesäuberten Wald setzen, dass vielmehr Astmassen ebenso liegen bleiben wie Baumstämme, umso «regenerierend» zu wirken, sei es für den Wuchs im Sinne von Naturverjüngung oder die Chance, der Waldbiologie allgemein zu helfen.

Die Abschnitte des Fricktaler Höhenwegs offenbaren, dass am Rande Brombeeren und Vogelbeeren gedeihen, dass oberhalb von Magden eine attraktive Anlage mit dicht behängten Pflaumenbäumen steht. Ein Naschen von den sicherlich noch nicht ganz süssen Früchten verkneifen sich die Wandernden, wohl auch, weil das Feldschlösschen nicht mehr allzu weit entfernt ist.

Feldschlösschens Pferdegespann und Kutschergehorne

Feldschlösschens Pferdegespann und Kutschergehorne

Einige spazieren direkt zum renommierten Durstlöscher und damit zum schönsten Schloss der Schweiz. Der Grossteil des az Wander-Events schaut sich noch die Rheinfelder Altstadt an, wo Stadtammann Franco Mazzi voller Begeisterung die historischen Spezialitäten der Zähringerstadt erläutert. Danach gibts noch Kutschfahrten zum Feldschlösschen.

Stadtammann Mazzi sagt, wieso Salz für Rheinfelde Gold ist.

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