Wettergott Petrus kann fies sein. Über Wochen strahlte die Sonne über dem Fricktal, während die Zeininger sich auf ihr grosses Dorffest vorbereiteten – und dann, als das Fest am Freitagabend eröffnet wurde, hingen dicke, graue Wolken am Himmel. Die Laune wollte sich deswegen aber niemand verderben lassen. Die Organisatoren, Vereine, Gemeindebehörden sowie Schülerinnen und Schüler eröffneten das dreitägige Fest mit einem Marsch durch das Dorf, begleitet von Tambouren und der Musikgesellschaft Zeiningen.

Auf dem Areal um die Kirche St. Agatha bis hin zum Schulhaus Brugglismatt reihen sich Festbeizli an Marktstand an Bühne. «Wir haben in den letzten Monaten keinen Aufwand gescheut», sagte OK-Präsident Meinrad Schibli. Das anerkannte auch Gemeindepräsidentin Gisela Taufer. «Wir haben auf eindrückliche Art und Weise erlebt, wie unser Dorf zusammensteht. Das ist einfach sensationell.» Sie zog den Hut vor dem OK und den vielen Helfern.

Erinnerung an Roland Brogli

Auch Regierungsrat Markus Dieth fand in seiner Festrede lobende Worte. «Wer dieser Tage nicht nach Zeiningen pilgert, wird dies noch lange bereuen.» Er erinnerte ausserdem an seinen vor gut einem Jahr verstorbenen, ehemaligen Amtskollegen Roland Brogli, der aus Zeiningen stammte. Brogli habe sich stets gewünscht, dass Zeiningen ein lebenswertes Dorf bleibe und seine Einwohner zusammenhalten. «Dieses Fest ist also ganz in seinem Sinne.» Er sagte dies, und am Horizont erhellten plötzlich ein paar Sonnenstrahlen den verhangenen Himmel. Zumindest bei der Eröffnungsfeier blieb es trocken. «Wir hoffen, dass es so bleibt», sagte OK-Chef Schibli. Dass Wettergott Petrus doch noch beweist, dass er ein Herz für die Zeininger hat.