Die dicke Rauchwolke über Zeiningen ist mittlerweile zwar verschwunden, der Schock im Dorf sitzt aber einen Tag nach dem verheerenden Brand auf dem Neuhof immer noch tief. Ein Feuer zerstörte am Montagmorgen das Wohnhaus und den angebauten Ökonomieteil des Landwirtschaftsbetriebs komplett, vier Personen wurden dabei teilweise schwer verletzt.

Beim Schwerverletzten handelt es sich um den Eigentümer des Hofs. Der 36-Jährige, der allein im Bauernhaus lebte, erlitt schwere Verbrennungen und musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

Von Mann aus Haus gerettet

Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr Möhlin/Zeiningen geht hervor, dass der Landwirt von einer Drittperson aus dem brennenden Wohnhaus gerettet wurde. Der 35-jährige Helfer wurde später mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch die Ambulanz ins Spital gefahren. Als die ersten Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, stand das Wohnhaus und der angebaute Ökonomieteil bereits in Vollbrand.

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Der Fall liegt mittlerweile in den Händen der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg, die eine Strafuntersuchung eröffnet hat. Sprecherin Fiona Strebel teilte am Dienstag mit, dass noch keine Fragen zu den laufenden Ermittlungen beantwortet werden können. Auch Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei, konnte am Dienstag keine Auskünfte zur Brandursache und zur Frage, warum der Landwirt von einer Drittperson gerettet werden musste, geben.

Gemeinde bietet Familie Hilfe an

Seit dem verheerenden Brand steht Gemeindepräsidentin Gisela Taufer mit der ebenfalls im Dorf lebenden Familie des verletzten Bauern in Kontakt. «Es war ein Schock. Es ist eine sehr tragische Geschichte für die Familie», sagt Taufer. Sie habe den Angehörigen gesagt, dass sie sich jederzeit melden könnten, wenn sie Unterstützung brauchten.

Die drei eingestellten Pferde, die vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden konnten, würden weiterhin von ihrem Besitzer betreut. Der Pferdestall auf dem Areal sei vom Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Kühe in Mutterkuhhaltung seien draussen auf der Weide. Es gebe jemanden, der nun zu ihnen schaue.