Bernhard Stöckli wirkt entspannt. Und das ist ein gutes Zeichen, denn Stöckli ist OK-Präsident der Expo 17, der dreitägigen Gewerbeschau, die morgen Freitag im Fricker Ebnet eröffnet wird. Denn entspannt heisst: Es ist alles im grünen Bereich. Das sei so, bestätigt der Landschaftsarchitekt. «Bislang sind beim Aufbau keine grösseren Probleme aufgetreten und es hat zum Glück auch keine Unfälle gegeben.» Er hoffe, dass dies so bleibe.

Für alles andere sind er und seine zehn OK-Kollegen da. Und sein Handy. «Ich versuche, alle Wünsche zu erfüllen und alle Sorgen zu lösen», sagt Stöckli. Eine Frage, die dabei immer wieder auftaucht: «Wie weit geht meine Welt?»

24 dieser Welten, in denen meist mehrere Aussteller ihre Produkte und Dienstleistung gemeinsam präsentieren, hat die diesjährige Expo. Zu sehen, was hier entstehe, zu erleben, wie kreativ die Unternehmen aus der Region seien, «ist mein persönliches Expo-Highlight», sagt Stöckli, blickt von der Galerie auf die Dreifachturnhalle hinunter. Hier wird noch eifrig an den einzelnen Welten gezimmert. Kabel werden verlegt, Säulen gestellt, Apéro-Tischchen herbeigekarrt. Die Stimmung ist hörbar gut. «Es ist Wahnsinn, was da alles entsteht», sagt Stöckli. Noch gibt es viel zu tun. Doch Stöckli ist sich sicher: Am Donnerstagabend, wenn das OK die Stände abnehmen wird, ist alles bereit.

Angespannt sei er nicht, sagt Stöckli, der das Expo-OK in diesem Jahr zum ersten Mal präsidiert. Weshalb auch? «Bislang läuft alles extrem rund», sagt er. Man merke, dass viele Aussteller schon oft dabei waren. «Sie sind routiniert, wissen, wo die möglichen Stolpersteine liegen – und umgehen diese.» Zudem, das schätzt der OK-Präsident besonders, achte jeder auf den anderen, sodass alle gut aneinander vorbeikämen. «Mein Handy jedenfalls blieb bislang relativ ruhig», sagt Stöckli, lacht. «Das darf so bleiben.»

Überraschungen hat das OK auch beim Aufstellen der beiden Zelte Ende letzter Woche keine erlebt. Gut, nach den kräftigen Regenfällen ist Wasser in ein Zelt eingedrungen. Aber das Problem konnte leicht behoben werden: «Der Messebauer brachte eine Dachrinne an – und schon war das Problem gelöst.» Die Zusammenarbeit mit den Messeprofis erlebt Stöckli als «sehr angenehm». Was ihn besonders freut: Die Expo-Macher werden beim Aufbau jeweils vom Zivilschutz unterstützt. «Das ist viel wert.»

Die Eröffnung der Expo morgen Abend wird für Stöckli und alle Aussteller ein besonderer Moment sein. Denn dann geht eine intensive Vorbereitungszeit zu Ende, dann taucht das Ebnet in die unvergleichliche Expo-Stimmung ein, dann dreht sich die Welt der Expo-Welten wieder, dann können die Aussteller zeigen: Das regionale Gewerbe blüht. «Was ich mir wünsche», wiederholt der Unternehmer die Frage, blickt über das Gelände. «Dass das Gelände an allen drei Tagen voller Menschen ist.»

Den Puls fühlen

Besonders wird der Eröffnungs-Moment für Stöckli auch sein, da er die 180 Gäste erstmals als OK-Präsident begrüssen wird. «Das Rohgerüst meiner kurzen Ansprache steht», sagt er, schmunzelt. «Ich rede aber ohnehin lieber frei.»

Wie wird Stöckli die Expo selber erleben? Mit zwei Hüten. Zum einen ist er selber Aussteller. Zum anderen wird er als OK-Präsident jederzeit erreichbar sein. Das OK werde jeden Morgen die Aussteller begrüssen und sie am Abend verabschieden, sagt Stöckli. Dieses Ritual habe sich bewährt. «Denn so können wir direkt den Puls der Aussteller fühlen und schauen, ob alles gut ist.» Seiner schlägt normal. «Und das darf so bleiben.»