Velofahren, Fussballspielen, Musizieren – an Sport- und Freizeitvereinen mangelt es der Gemeinde Eiken nicht gerade. Wohl aber an einem offenen Angebot für Jugendliche. Dies weiss auch Gemeinderätin Sandra Adamek: «Unsere Jugendlichen müssen bisher auf die Jugendtreffs in Gipf-Oberfrick oder Stein ausweichen. Daher ist es uns ein Anliegen, ein Angebot vor Ort zu schaffen – auch damit sich die Jugendlichen mit ihrem Dorf identifizieren können.»

Um solch ein Angebot zu schaffen, haben sich Adamek und Gemeinderat Ingo Anders mit dem Verein für Kinder- und Jugendförderung zusammengesetzt. Herausgekommen ist das Projekt der offenen Turnhalle, das vorerst an vier Samstagabenden zwischen 18 und 21.30 Uhr durchgeführt wird. «Das Ziel ist es, für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren einen Ort zu schaffen, an dem sie sich treffen und zusammen Spass haben können», sagt Jugendarbeiter Adam Solèr, der das Projekt leiten wird.

Coaches sind gesucht

Momentan ist Solèr auf der Suche nach vier bis fünf jugendlichen Coaches, die in der Halle für Überblick, Abwechslung, Sicherheit und die Einhaltung von Regeln sorgen sollen. «Es geht bei dem Projekt auch darum, dass die Jugendlichen selbst entscheiden, was sie in der Halle veranstalten wollen und Konflikte eigenständig untereinander lösen», sagt Solèr. Neben Sportarten wie Fussball, Basketball oder Volleyball, die beispielsweise gespielt werden können, werden immer Sitzgelegenheiten, eine Musikanlage und ein Töggelikasten aufgebaut. «Zusätzlich betreiben die Jugendlichen einen eigenen Kiosk mit Getränken und Snacks», sagt Solèr.

Die erste offene Turnhalle findet am 8. September statt. Adamek und Solèr hoffen, dass an diesem Tag um die 25 Jugendlichen teilnehmen. Damit die Halle möglichst voll wird, bietet Solèr am ersten Termin Bubble-Fussball an. «Die Teilnehmer stülpen sich dabei aufblasbare, elastische Kugeln über den Körper und gehen in diesen auf Torjagd. «Beim Anrempeln kann es zu lustigen Situationen kommen», erklärt Solèr. Je nachdem, wie das Angebot angenommen werde, werde man es im nächsten Jahr weiterführen, sagt Adamek.