Der Stellenabbau bei Novartis in Stein sei bereits im Gang, meldet sich ein beunruhigter AZ-Leser. Der Pharmakonzern habe bereits erste Kündigungen ausgesprochen. Abklärungen der AZ zeigen: Es gab vereinzelte Kündigungen; diese hängen laut Novartis aber nicht mit dem letzte Woche angekündigten Abbau von 700 Stellen zusammen. Mögliche Kündigungsschreiben in diesem Zusammenhang würden «frühestens im kommenden Jahr» ausgestellt, sagt Novartis-Sprecher Satoshi Sugimoto.

Novartis hat inzwischen den Konsultationsprozess mit den Mitarbeitervertretungen aufgenommen. «Potenziell Betroffene werden nach Abschluss der Konsultationen und des Auswahlprozesses zeitnah und transparent informiert werden», sagt Sugimoto und betont: «In Zusammenarbeit mit unseren Sozialpartnern werden alle Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen auf betroffene Mitarbeitende im Einklang mit dem Schweizer Sozialplan zu mildern.» Man beabsichtige, dies durch eine sorgfältige Personalplanung, wie etwa freiwillige Frühpensionierung, interne Transfers, freiwillige Fluktuation und restriktive externe Rekrutierung, zu tun.

Im Rahmen des laufenden Sozialplans gibt es laut Sugimoto vor der Kündigung mit sechsmonatiger Kündigungsfrist eine viermonatige Vorankündigungsfrist, «das heisst, eine tatsächliche Kündigung erhalten mögliche Betroffene in Stein frühestens im kommenden Jahr nach der viermonatigen ‹Vorankündigung›».

Aber: Dies bedeutet nicht, dass es in Stein nun einen generellen Kündigungsstopp gibt. Kündigungen seien nach wie vor möglich, beispielsweise aufgrund früherer Restrukturierungen oder schlechter Leistungen/Verhaltensweisen. «Bei über 1670 Mitarbeitenden am Standort Stein ist es auch nicht ungewöhnlich, dass es immer wieder solche vereinzelte Fälle gibt», sagt der Konzernsprecher. Es seien ihm einige wenige Fälle bekannt, «im niedrigeren einstelligen Bereich».