Der Gottesdienst wird bereichert durch einen Erlebnisbericht von Katja Schlienger. Sie kommt ursprünglich aus Slowenien und wohnt heute in Hellikon. Auch Oberkrainer Musik wird an diesem Abend nicht fehlen. Weltweit wird in den verschiedensten Sprachen nach derselben Liturgie gefeiert, die jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land verfasst wird – in diesem Jahr von slowenischen Frauen.

Slowenien hat eine lange, bewegte Geschichte: von einer hochstehenden Kultur in prähistorischer Zeit bis zur heutigen demokratischen parlamentarischen Republik. Während der Zeit, als Slowenien Teil der sozialistischen Republik Jugoslawien war (1945 bis 1991), wurden Angehörige von Religionsgemeinschaften diskriminiert. Seit 1991 ist Slowenien ein unabhängiger Staat und seit 2004 Mitglied der EU.

Im Jahr 2001 wurde in Slowenien der Weltgebetstag zum ersten Mal gefeiert. Der Impuls dazu kam aus der Schweiz. Und nun schenken die slowenischen Frauen der Schweiz eine Feier zum Thema «Kommt, alles ist bereit!». Diese Aufforderung steht auch in einem Gleichnis, das Jesus im Lukasevangelium erzählt: Die zu einem Festessen Eingeladenen haben sich alle entschuldigen lassen. Der Gastgeber ist enttäuscht und lässt Arme, Behinderte und Randständige, die sonst nie zu so einer Einladung kommen, an seinen Tisch bitten, damit das Fest doch noch stattfinden kann.

Die sehbehinderte Künstlerin Rezka Arnuš hat ein Bild gestaltet, in dem sie ihr Land zusammen mit der biblischen Geschichte darstellt: tanzende slowenische Frauen in ihren Nationaltrachten, Menschen mit verschiedenen Behinderungen und dazwischen, im Zentrum, der reich gedeckte Tisch mit Spezialitäten des Landes. (az)