Seit 2015 wird in Zeihen über den Neubau des sanierungsbedürftigen Kindergartengebäudes (Baujahr 1972) diskutiert. Das erste geplante Projekt wurde damals mittels Referendumsabstimmung verworfen.

Im November 2017 haben die Stimmbürger dann einen Projektierungskredit von 144 000 Franken bewilligt – und nun liegt ein konkretes Projekt vor, über das an der Gemeindeversammlung am 23. November abgestimmt wird.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung hat der Gemeinderat am Mittwochabend den Neubau vorgestellt. Das Gebäude – ein Doppelkindergarten – soll am selben Ort wie der bestehende Kindergarten gebaut werden und ist mit total 1,8 Millionen Franken günstiger als das Projekt von 2015, was auch die Auflage des Referendumskomitees an den Gemeinderat war.

Zweigeschossiger Neubau

Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude ohne Unterkellerung. Die Fassade wird mit Holz verschalt; für genügend Licht sollen mehrere grosse Fensterfronten sorgen. Die Projektierung wurde vom Architekturbüro Rapp AG in Münchenstein durchgeführt.

Da Zeihen aufgrund der schwankenden Kinderzahlen nicht jedes Jahr zwei Kindergarten-Abteilungen führen wird, können die Räume auch für andere Zwecke wie zum Beispiel einen Mittagstisch genutzt werden. Im Gebäude wird ausserdem ein Lift installiert.«Aus Kostengründen wird die gesamte Umgebung mit dem Spielplatz auf dem heutigen Stand belassen», so Gemeinderat Michel Dietiker. «Wir ändern nur das, was wir müssen.»

Die rund 70 Anwesenden nahmen die Ausführungen des Architekturbüros und des Gemeinderates mehrheitlich positiv auf. Einige wenige Votanten äusserten sich kritisch über die geplante Raumaufteilung und den Grundriss.

Michel Dietiker sagte: «Das Gebäude ist eine Kompromisslösung zwischen Gegebenheiten, Kosten, Möglichkeiten, Wünschen und Vorschriften. Wir können nicht nochmals komplett von vorne mit der Planung anfangen. Das kostet auch jedes Mal Geld.»

Übergangslösung im Eichwald

Einige Stimmbürger gratulierten dem Gemeinderat zum Projekt. «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt. Der Gemeinderat hat alle Auflagen erfüllt», so ein Votant. Gemeindeammann Christian Probst ist zuversichtlich, dass die Zeiher den Kindergarten-Neubau an der Gmeind bewilligen werden. «Ich habe im Dorf viel Positives gehört.»

Mit dem Abbruch des bestehenden Gebäudes soll im kommenden Jahr in den Frühlingsferien begonnen werden. Bezogen wird das neue Gebäude dann gemäss Zeitplan nach den Herbstferien 2019.

Um das halbe Jahr ohne Kindergarten zu überbrücken, hat sich der Zeiher Gemeinderat eine besondere Lösung einfallen lassen. «Während dieser Zeit besuchen die Zeiher Kinder den Waldkindergarten im Eichwald», führte Gemeinderat Pascal Freiermuth aus.

Dank guter Zusammenarbeit mit dem Militär sei es möglich, die dort bestehenden Armee-Baracken als Kindergarten zu verwenden. Als Aussen-Spielplatz dient der Eichwald. Die Kindergärtler werden jeden Tag per Bus bei der Kirche abgeholt und in den Eichwald gefahren.

Gemeindeammann Christian Probst dazu scherzend: «Ich hoffe, dass die Kinder dann nicht für immer im Eichwald bleiben wollen, weil es ihnen dort so gut gefällt.»

Gemeindeversammlung: Freitag, 23. November, 20 Uhr, Unterkirche.