Durch die Wärmverbunde Engerfeld und Ost sorgt die AEW Energie AG dafür, dass die Bewohner von Rheinfelden derzeit mit Fernwärme versorgt werden. Damit dies auch weiterhin so bleibt, investiert die AEW Energie AG 25 Millionen Franken für den Bau der neuen Holzschnitzelwärmezentrale «Rüchi» hinter dem Feuerwehrmagazin an der Riburgerstrasse. Die neue Zentrale ermöglicht einen Zusammenschluss der Wärmverbunde Engerfeld und Ost sowie die Ausweitung des Versorgungsperimeters. Das Baugesuch liegt seit Freitag öffentlich auf.

Die im Baurecht auf Land der Ortsbürgergemeinde geplante Anlage soll mit zwei Holzschnitzelfeueranlagen mit zwei und fünf Megawatt Leistung ausgestattet werden. «Mit dem Bauvorhaben wird fossile Energie für etwa 2500 Einfamilienhäuser älterer Bauart durch erneuerbare Energie ersetzt», sagt Jürg Frutiger, Senior-Projektleiter der AEW Energie AG. Durch die Erweiterung können neu auch die Gebiete Theodorshof und Alte Saline mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

Die neue Holzschnitzelwärmeanlage erzeugt rund 80 Prozent CO2-neutrale Wärmeenergie. Um den gleichen Energiebedarf mit Heizöl zu erzeugen, bräuchte man jährlich rund 2,7 Millionen Liter. Dadurch würden pro Jahr 7290 Tonnen an CO2-Emissionen verursacht werden, so Frutiger. 

Nicht nur die Umwelt, auch die Ortsbürgergemeinde Rheinfelden profitiert von der neuen Wärmeanlage. «Die Ortsbürgergemeinde wird 100 Prozent der Holzschnitzel liefern», so Frutiger. Sind dies für die Wärmverbunde Engerfeld und Ost jährlich rund 10 000 Kubikmeter, werden dies neu für den Wärmeverbund «Rüchi» rund 30 000 Kubikmeter an Holzschnitzel sein.

Frutiger geht davon aus, dass der Rohbau für die neue Zentrale hinter dem Feuerwehrgebäude im vierten Quartal 2019 abgeschlossen sein wird. «Die ersten Wärmelieferungen ab der Zentrale ‹Rüchi› sind für das dritte Quartal 2020 geplant.» Mit dem Rückbau der bestehenden Zentrale in der Schulanlage Engerfeld und der Ölfeuerungen in der Reha, im Parkresort, im Dianapark sowie im Gesundheitszentrum Fricktal schliesst die AEW das Projekt Ende 2020/Anfang 2021 ab.

Einseitiger Velo- und Fussgängerweg

Die unterirdische Netzzusammenführung der Wärmeverbunde will der Stadtrat nutzen, um im Jahr 2020 die Riburgerstrasse zu sanieren und neu zu gestalten. «Um die Sicherheit zu erhöhen, ist geplant, die Fahrbahn der Riburgerstrasse von acht 8 auf 6,50 Meter zu verengen und die Strasse einseitig mit einem 3,50 Meter breiten Weg für Fussgänger und Velofahrer zu versehen», sagt Vizeammann Walter Jucker. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund fünf Millionen Franken, wobei 40 Prozent der Summe aus Zuschüssen aus dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation des Bundes gedeckt werden sollen.