Das Bevölkerungswachstum in Stein dürfte in den kommenden Jahren weiter voranschreiten. Ende Februar hat die Gemeinde die Baubewilligung für die sechs geplanten Mehrfamilienhäuser an der Münchwilerstrasse erteilt.

«Der Baustart ist auf Sommer oder Herbst 2018 geplant», sagt Stefan Kienzler, der für die St. Galler Immobilienagentur Fortimo Invest AG das rund 71 Millionen Franken teure Vorhaben realisiert.

Das Bauprojekt setzt sich aus vier Mehrfamilienhäusern mit 72 Eigentumswohnungen und zwei Mehrfamilienhäusern mit 40 Mietwohnungen zusammen. Zudem ist eine unterirdische Einstellhalle mit 177 Autoabstellplätzen geplant. Verfasst wurde das Projekt vom Zürcher Architekturunternehmen Think Architecture AG.

Die vierstöckigen Gebäude, die bis im Jahr 2020 fertiggestellt werden sollen, werden von einer umlaufenden Balkonschicht umgeben sein. Die Aussenlinie davon ist mehrfach geknickt. «Damit kann der grossmassstäbliche Baukörper gegliedert und ihm seine Strenge genommen werden», sagt Kienzler.

Wohnen im Park

Aus der bisher noch unbebauten Wiesenfläche neben dem Sportcenter Bustelbach soll ein neues Siedlungsgebiet werden. Die Umgebungsgestaltung ist in Form einer Parkanlage geplant. So soll das Areal über einen Baumhain verfügen, der sich mit der Zeit zu einer Streuobstwiese entwickeln soll. Hochstämmige Laubbäume wie Kiefern, Erlen, Eschen und Kirschen sollen gepflanzt werden.

Die sechs Gebäude sollen mittels asphaltierten Wegen in netzartiger Struktur miteinander erschlossen werden. Auch ein Pavillon und Begegnungszonen sind auf der Grossüberbauung geplant.

«Der Wohnungsstandard ist bei allen Wohnungstypen im Vergleich mit den umliegenden Bauten im oberen Segment einzuordnen», heisst es von den Verantwortlichen. In den vier Eigentumswohnungsbauten entstehen Zweieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen, die Mietwohnungen haben zwischen zweieinhalb und viereinhalb Zimmer.

Vermarktungsstart im Frühling

«Es gibt viele Interessenten, die auf die Vermarktungsunterlagen warten», sagt Kienzler. «Der Vermarktungsstart wird im Frühling 2018 erfolgen.»

Mit den sechs Mehrfamilienhäusern wird auf rund 2,4 Hektaren das erste Teilstück der Spezialzone Neumatt überbaut. Die Spezialzone ging 2012 im Rahmen der Revision der Nutzungsplanung aus einer Landwirtschaftszone hervor.

Auf den anderen 1,3 Hektaren der Spezialzone ist in den nächsten Jahren der Bau von vier weiteren Wohnhäusern geplant. Summa summarum entstehen so im Neumatt-Quartier rund 200 neue Wohnungen.