Die «Usestuehlete» in der historischen Marktgasse entwickelte sich am Freitagabend zu einem herrlichen Volksfest, begünstigt von spätsommerlichen Temperaturen, guter Verpflegung und viel Musik. Die Aktionsgemeinschaft «Pro Altstadt» zeigte als Dachorganisation der Detaillisten, Dienstleister und Immobilienbesitzer im Städtli, dass sich gemeinsam etwas Attraktives realisieren lässt.

«Der längste Tisch der Stadt» gilt längst als Markenzeichen und Publikumsmagnet. Verständlich, dass Marco Veronesi, Präsident von «Pro Altstadt», angesichts des Publikumsandrangs strahlte. Der Start verlief zwar etwas schleppend, doch dann füllten sich zusehends die Tisch- und Bankreihen zwischen dem alten Rheinfelder Zoll und dem Albrechtsplatz.

«Das ist ein spezieller Kundenanlass, mit dem die Geschäftsleute für die Treue danken möchten», so Heidy Freiermuth, die sich zusammen mit Martin Zander um die organisatorischen Vorbereitungen kümmerte. Dass neuerdings kein Aktionsthema mehr vorgegeben wird und die Tischdekorationen ganz individuell ausfallen dürfen, werteten beide als Steigerung der Attraktivität.

Ob künftig wieder jeder Betrieb seine eigenen Möbel auf die Gasse stellt, so wie in den Anfangsjahren, woher der Begriff «Usestuehlete» stammt, muss noch geklärt werden. Dass die Stadt seit Jahren den Jungbürgerempfang in das Geschehen integriert, betrachtet «Pro Altstadt» als Bereicherung des Geschehens.

Nicht zu überhören sind die Musikdarbietungen. Neben Dübis Big Band agierten Gruppen der Musikschule Rheinfelden-Kaiseraugst. Die Klavierklasse von Leonid Kelerman trat ebenso in Aktion wie die Gesangsklasse von Gry Knudsen. Die Formation «Stan» überraschte mit «Space time at Night» und das Ensemble der Saxofonklasse von Frank Brogli lieferte zum Festausklang fetzigen Sound.