Gelb strahlende Rapsfelder verzieren die Hänge. Das Weiss der Kirschblüte erstrahlt auf den sattgrünen Wiesen. Unten mäandert der Rhein durch die Ebene des Tals und spiegelt die Silhouetten der angrenzenden Wälder auf seiner Oberfläche verschwommen wider.

Wenn der Frühling anbricht, zeigt sich der Fricktaler Höhenweg von seiner schönsten Seite. Über eine Länge von 60 Kilometern erstreckt sich die Wanderroute von Rheinfelden über die Höhen des Tafeljuras nach Frick bis ins Weindorf Mettau.

«Kann man das ganze Fricktal in der Höhe durchqueren?», fragte sich damals der mittlerweile 74-jährige Max Mahrer aus Möhlin, als er 1988 den Fricktaler Höhenweg initiierte.

Ein Ziel sei es damals gewesen, die zum Teil schon bestehenden markierten Wanderwege über die Fricktaler Höhenzüge, zweckmässig und sinnvoll miteinander zu verbinden: «Wichtig war es, den Weg so lang wie möglich über die Bergkämme zu führen, um unliebsame Steigungen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig dem Wanderer durch einen weitschweifenden Ausblick Anschauungsgeografie zu vermitteln», erklärt Mahrer.

Der Weg sei das Ziel und für diesen solle man sich Zeit lassen, meint Mahrer: Bei der Schaffung des Fricktaler Höhenwegs ist es darum gegangen, die Natur des Fricktals zugänglich zu machen und deren Vielfältigkeit aufzuzeigen», sagt Mahrer.

Um die Ästhetik und Vielfalt der Natur auf sich wirken zu lassen, müsse man innehalten, verweilen und den Ausblick geniessen, deshalb: «Die Etappen lieber kleiner halten und deswegen mehr Zeit einplanen», empfiehlt der Experte.

Arbeit auf 60 Kilometern

«Wichtig ist, dass die Wanderwege in Schuss bleiben», sagt Mahrer, der jedes Jahr zu Beginn des Frühlings mit zwei ehrenamtlichen Helfern Instandhaltungs- und Wartungsarbeitern durchführt. Dazu gehört beispielsweise das Reinigen verschmutzter Wegweiser, das Zurechtschneiden von Sträuchern, welche die Beschilderungen verdecken, oder das Setzen von Markierungen.

«Manchmal kommt es vor, dass Fahrzeuge bei Waldarbeiten die Markierungsstangen übersehen», sagt Mahrer. Dabei wird die teilweise 60 Kilometer lange Strecke zu Fuss abgelaufen oder, je nach Arbeitsanfall, mit dem entsprechenden Materialfahrzeug abgefahren.

«Teilweise findet man auf den Rastplätzen Abfälle und Rückstände vom Grillieren auf der Erde», sagt Mahrer. Dies ist vor allem für die betreffenden Gemeinden ein Ärgernis, weil die Säuberung der Rastplätze in ihre Zuständigkeit fällt.

«Auf vielen Rastplätzen haben die Gemeinden die Mülleimer deswegen entfernt, mit der Bitte, den Abfall mitzunehmen und zu Hause zu beseitigen», erklärt Mahrer. «Wir haben in den letzten 28 Jahren die Route des Fricktaler Höhenwegs immer wieder leicht abgeändert und aufgewertet», sagt Mahrer.

Ein Beispiel dafür ist der Aussichtsturm Cheisacher, der auf knapp 700 Meter Höhe einen herrlichen Panorama-Ausblick auf den Jura, die Alpen und den Schwarzwald bietet.