Die Pläne für den angedachten Zusammenschluss der beiden Feuerwehren Eiken-Sisseln und Münchwilen nehmen immer konkretere Formen an. Nachdem im Herbst 2013 erste Gespräche zwischen den Gemeindeammännern sowie den ressortverantwortlichen Gemeinderäten zur geplanten Fusion stattgefunden haben, gehen die Verhandlungen über die Gestaltung der künftigen Zusammenarbeit nun in die Endphase.

Feinplanung im Schlussspurt

Auf die Prüfung und Evaluierung der infrastrukturellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine einheitliche Feuerwehr durch die Verantwortlichen folgte in mehreren Sitzungen die Ausarbeitung eines Vertragswerks als Grundlage für den Zusammenschluss.

Die Gesamtgemeinderäte von Eiken, Münchwilen und Sisseln haben nach eingehender Beratung den Fusionsabsichten zugestimmt und den Vertrag genehmigt. Jetzt geht es mit der Feinplanung eines gemeinsamen Feuerwehrreglements und dem Entwurf eines einheitlichen Budgets in den Schlussspurt, bevor die Stimmbürger an den Wintergemeindeversammlungen im November dieses Jahres über den definitiven Zusammenschluss entscheiden können.

«Ich denke, Münchwilen steht der geplanten Fusion wohlwollend gegenüber», gibt Gemeindeammann Willy Schürch auf Anfrage Auskunft über den möglichen Ausgang der Abstimmung. Die Prognose aus Eiken fällt hingegen verhalten aus: «Das ist schwierig abzuschätzen. Die Beteiligten der Feuerwehr befürworten aber das Ganze, und das ist sehr wichtig für uns», so Gemeinderätin Renata Thunig, die in Eiken für das Ressort Feuerwehr zuständig ist.

Gemeinsame Herausforderung

Anlass für den geplanten Zusammenschluss ist ein bevorstehender Grössenklassenwechsel der beiden Feuerwehren durch die Aargauische Gebäudeversicherung, der mit der nächsten Inspektion Tatsache wird. Die höhere Einstufung ist auf die steigende Einwohnerzahl sowie das gewachsene Gebäudeversicherungskapital in der Gemeinde zurückzuführen und verlangt eine Anpassung der Infrastruktur für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft. Unter anderem müssen am Fahrzeugpark bauliche Massnahmen vorgenommen werden, was mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden ist.

Mit vereinten Kräften und Ressourcen versuchen die drei betroffenen Gemeinden, der Herausforderung gemeinsam zu begegnen. Renata Thunig betont die Wichtigkeit der Kooperation: «Im grösseren Verbund können die Aufgaben besser bewältigt werden und die geplante Fusion ist letztlich ein Zeichen dafür, dass man gemeinsam stärker ist.»

Aktuell bringen die Verantwortlichen sämtliche Aufgaben zum Abschluss und haben auf Anfang November eine öffentliche Veranstaltung geplant, um die Bevölkerung detailliert über das Fusionsprojekt zu informieren. Münchwilen und Sisseln verschieben jeweils ihre Gemeindeversammlung, damit dem Stimmvolk aus den betroffenen Gemeinden die Beschlussfassung gleichzeitig am kommenden 21. November vorgelegt werden kann.