Das Thema werde bei der nächsten Sitzung besprochen, damit solche Entwicklungen keine Chance hätten, sagte Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung des Kantons Aargau, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

«Die Nachricht von Josi Bütlers Rücktritt hat mich sehr betroffen gemacht», sagt Markus Dieth, Gemeindeammann von Wettingen. «Er ist ein offener und sehr konstruktiver Gemeindeammann.» Auch Dieth wurde nicht von Drohungen verschont: «Ich war kurz nach meinem Amtsantritt mit Drohungen konfrontiert oder werde hin und wieder mit brieflichen Beschuldigungen, auch an der Privatadresse, im Grenzbereich des Zulässigen angegangen.» Er hoffe aber weiterhin auf konstruktive Auseinandersetzungen mit dem notwendigen gegenseitigen Respekt, auch der Privatsphäre.

«Macht mich sehr betroffen»

«Die Nachricht von Josi Bütlers Rücktritt hat mich sehr betroffen gemacht», sagt Markus Dieth, Gemeindeammann von Wettingen. «Er ist ein offener und sehr konstruktiver Gemeindeammann.» Auch Dieth wurde nicht von Drohungen verschont: «Ich war kurz nach meinem Amtsantritt mit Drohungen konfrontiert oder werde hin und wieder mit brieflichen Beschuldigungen, auch an der Privatadresse, im Grenzbereich des Zulässigen angegangen.» Er hoffe aber weiterhin auf konstruktive Auseinandersetzungen mit dem notwendigen gegenseitigen Respekt, auch der Privatsphäre.

Sie sieht nach dem Rücktritt des Gemeindeammanns von Spreitenbach, Josef Bütler (FDP), Handlungsbedarf. Bütlers Rücktritt sorgt für Aufsehen. Er hatte letzten Freitag seine Demission per Ende Februar 2012 bekanntgegeben, weil er und seine Familie bedroht wurden.

Die Drohungen folgten unter anderem auf Bütlers Äusserungen gegenüber dem Schweizer Fernsehen, wonach Spreitenbach trotz des hohen Ausländeranteils von knapp 51 Prozent kein Ausländerproblem habe und das Zusammenleben funktioniere.

Danach hätten auch Personen, die nicht in Spreitenbach wohnten, Bütler zu Hause angerufen und seien ausfällig geworden, sagte Vizeammann Stefan Nipp (CVP) am Dienstag auf Anfrage. Bei den Anrufern habe es sich nicht unbedingt um Ultra-Rechte, sondern schlicht um frustierte und verärgerte Bürger gehandelt.

«Ich bin erschrocken, als ich von der Demission erfahren hatte», sagt Badens Stadtammann Stephan Attiger. «Gleichzeitig habe ich Verständnis für seinen Schritt, denn die Familie liegt einem doch am nächsten.» Attiger habe schon wiederholt Reaktionen gehabt, die unter jedem Niveau gewesen seien. Da brauche es manchmal eine dicke Haut. Es ist aber, laut Attiger, in einem solchen Job wichtig, dass man seine Familie soweit wie möglich heraushalten könne und seine Privatsphäre schütze. «Wer mit mir telefonieren will, kann das auf die Büronummer tun, dort bin ich über 10 Stunden täglich erreichbar.» Das funktioniere bei ihm soweit gut.

«Habe Verständnis für seinen Schritt»

«Ich bin erschrocken, als ich von der Demission erfahren hatte», sagt Badens Stadtammann Stephan Attiger. «Gleichzeitig habe ich Verständnis für seinen Schritt, denn die Familie liegt einem doch am nächsten.» Attiger habe schon wiederholt Reaktionen gehabt, die unter jedem Niveau gewesen seien. Da brauche es manchmal eine dicke Haut. Es ist aber, laut Attiger, in einem solchen Job wichtig, dass man seine Familie soweit wie möglich heraushalten könne und seine Privatsphäre schütze. «Wer mit mir telefonieren will, kann das auf die Büronummer tun, dort bin ich über 10 Stunden täglich erreichbar.» Das funktioniere bei ihm soweit gut.

Während Monaten bedroht

Der Gemeindeammann und seine Familie seien den mehrheitlich anonymen Anrufen während Monaten ausgesetzt gewesen. Die Gemeinde müsse jetzt zeigen, dass in diesem Bereich Nulltoleranz gelte, sagte Nipp.

Wer sich zu einem Thema äussern wolle, solle sich dazu auch mit Namen bekennen. Anrufe sollen nur während der Geschäftszeiten möglich sein. Ähnliches schwebt auch Renate Gautschy, der Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung, vor.

«Ich bedaure Josef Bütlers Rücktritt sehr», sagt Markus Büttikofer, Gemeindeammann in Birr mit einem Ausländeranteil von rund 50 Prozent. «Ich bedaure auch, dass ein Mann, der vom Volk gewählt ist, sein Amt unter diesen Umständen abgibt.» Büttikofer ist besorgt, denn: «Wird damit nicht ein falsches Signal gesetzt?» Mit einer ähnlichen Situation wie Josef Bütler ist Markus Büttikofer bisher nicht konfrontiert worden. «Bis jetzt gab es weder Droh- noch Schmähbriefe.» Vor solchen sei ein Gemeinderat allerdings nie gefeit. «Auch ein unpopulärer Entscheid könnte heftige Reaktionen auslösen in gewissen Kreisen.» Büttikofer betont, dass unterschiedliche Meinungen und Ansichten auch in Birr Platz hätten, «Doch derartige Auswirkungen kennen wir glücklicherweise bisher in Birr nicht.»

«Damit wird ein falsches Signal gesetzt»

«Ich bedaure Josef Bütlers Rücktritt sehr», sagt Markus Büttikofer, Gemeindeammann in Birr mit einem Ausländeranteil von rund 50 Prozent. «Ich bedaure auch, dass ein Mann, der vom Volk gewählt ist, sein Amt unter diesen Umständen abgibt.» Büttikofer ist besorgt, denn: «Wird damit nicht ein falsches Signal gesetzt?» Mit einer ähnlichen Situation wie Josef Bütler ist Markus Büttikofer bisher nicht konfrontiert worden. «Bis jetzt gab es weder Droh- noch Schmähbriefe.» Vor solchen sei ein Gemeinderat allerdings nie gefeit. «Auch ein unpopulärer Entscheid könnte heftige Reaktionen auslösen in gewissen Kreisen.» Büttikofer betont, dass unterschiedliche Meinungen und Ansichten auch in Birr Platz hätten, «Doch derartige Auswirkungen kennen wir glücklicherweise bisher in Birr nicht.»

Wenn sie betroffen wäre, würde sie alle Register ziehen, dass diese Leute zur Rechenschaft gezogen würden. Ohne Massnahmen könne es schwierig werden, junge Familienväter für ein Amt als Gemeindepolitiker zu gewinnen, betonten Nipp und Gautschy.