1. «Der Bestatter» in Aarau und bei Ömer

Die Folgen von «Der Bestatter» spielen seit dem Beginn der Serie immer wieder in Aarau und seiner Altstadt, und haben dieser dadurch eine neue Prominenz verliehen. Das Krematorium Rosengarten, Hotel Argovia, das Rathaus oder die Vinothek sind nur ein paar Beispiele. 

Der Kult-Imbiss Ömer nimmt bei all diesen Aarauer Drehorten eine ganz besondere Rolle ein. In allen sechs Staffeln genehmigten Luc Conrad und Co. sich gerne mal eine Wurst beim Wagen am Graben, der auch Aarauer schon seit rund 30 Jahren versorgt.

Mike Müller und Barbara Terpoorten am 10. Juli 2016 bei Dreharbeiten im Graben in Aarau.

«Der Bestatter» bei Ömer's Imbiss

Mike Müller und Barbara Terpoorten am 10. Juli 2016 bei Dreharbeiten im Graben in Aarau.

Seit Ende 2016 ist das Stadtoriginal und der frühere Besitzer des Imbiss-Standes Ömer Akyüz zwar schon in Pension und hat seinen Wagen an seinen Nachfolger Faik Rrafshi übergeben. Doch schon Ende letzten Jahres liess er sich nicht davon abhalten, ab und an wieder einmal mit anzupacken. Ob er auch in der letzten und finalen Staffel der SRF- Erfolgsserie zu sehen ist, ist noch offen. 

Er ist mehrmaliger Statist beim «Bestatter»: Ömer Akyüz.

Er ist mehrmaliger Statist beim «Bestatter»: Ömer Akyüz.

2. Von der Einzelkulisse zum gesamten Drehort 

Erst fiel der Blick der Filmcrew bei der Planung für die vierte Staffel nur auf die urchige Traditionsbeiz «Weisser Wind» in Freienwil. Später wurde das ganze Dorf zum Schauplatz der Krimiserie.

Neben Gemeindeammann Robert Müller kam dabei auch zahlreichen Bewohnern der in der Serie genannten Gemeinde «Morgenthal» eine Rolle als Statist oder Hilfsarbeiter zu. 

3. Showdown bei der «Linner Linde»

Auf der Suche nach einer herzlosen Leiche in der fünften Staffel führt eine heisse Spur das Team um Luc zur berühmten Linde von Linn.

Neben den Dreharbeiten im idyllisch gelegenen Ort gab es für die Dorfgemeinschaft und Mike Müller dabei ein besonderes Highlight: Der Bestatter durfte in die normalerweise zugesperrte Linner Linde steigen. 

Das darf nur Luc Conrad: In die Linner Linde steigen.

Das darf nur Luc Conrad: In die Linner Linde steigen. (23. Dezember 2016)

4. Aargauer Zeitung beim Bestatter 

Auch ein persönliches Highlight der AZ darf auf dieser Liste nicht fehlen: Im Finale der vierten Staffel hatte auch die Aargauer Zeitung einen Gastauftritt. Dafür landete eine Ausgabe mit der zur Story passenden Schlagzeile im Kunstblut. 

Mitnichten: Dass die Grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli Lob von der SVP erntete, stand am Produktionstag wirklich in der az.

Alles Fake für den «Bestatter»?

Mitnichten: Dass die Grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli Lob von der SVP erntete, stand am Produktionstag wirklich in der az.

5. Staffelfinale im Aarauer Untergrund

Perfekte Location für ein spannendes Staffelfinale: In der letzten Folge der zweiten Staffel wollen Luc Conrad und sein Team der Organhandel-Mafia endlich das Handwerk legen.

Das Geschehen spielte sich dabei im dunklen und verwinkelten Höhlensystem der Meyerstollen in Aarau ab. Das besondere an diesem Drehort ist dabei, dass tatsächlich gar nicht in Aarau, sondern im Versuchsstollen Hagerbach gefilmt wurde. «Die Stollen sind zu eng», erklärte Location-Finderin Béatrice Eglin in einem Interview mit der AZ. Auch in anderen Staffeln musste immer mal wieder zu solchen Tricks gegriffen werden. 

Bild von einer Führung durch den begehbaren Teil der Meyerschen Stollen in Aarau – für die Film-Crew der Serie «Der Bestatter» wäre es hier ein wohl ein wenig eng geworden.

Meyersche Stollen

Bild von einer Führung durch den begehbaren Teil der Meyerschen Stollen in Aarau – für die Film-Crew der Serie «Der Bestatter» wäre es hier ein wohl ein wenig eng geworden.

Zumindest die Treppe, über welche die Schauspieler Mike Müller und Barbara Terpoorten in das Tunnelsystem gestiegen sind, war jedoch der original Meyersche Stollen.

6. FC-Aarau-Fans schlottern für «Bestatter»

Für die sechste Bestatter-Staffel standen 250 Statisten als Fans des FC-Aarau im Aarauer Fussballstadion Brügglifeld parat. Die Dreharbeiten dauerten rund sieben Stunden, wobei es immer anfing zu regnen. Trotz der Kälte jubelten und buhten die vielen Statisten aber eifrig mit.

Jubel und Buh-Rufe für den «Bestatter» im Brügglifeld

Dreharbeiten für «Bestatter» im Brügglifeld (2. Oktober 2017)

7. Aargauer suchen Drehort für Papp-Bestatter

Natürlich handelt es sich bei diesen Beispielen um keine tatsächlichen Drehorte der Krimiserie. Doch dürfen die kreativen Einfälle der AZ-Leser für mögliche Handlungsplätze nicht fehlen. Als Pappfigur geriet Luc Conrad mit seinen Kollegen dabei an die unterschiedlichsten Ecken im Aargau. 

8. Filmdreh unter Maienzüglern 

«Ob die wohl den Umzug filmen?», fragte eine Passantin am Maienzug 2013 in Aarau ihre Freundin. Denn für viele Maienzügler war der plötzliche Auftritt einer Filmcrew an diesem Tag durchaus eine Überraschung.

Doch kein Problem für den Hauptakteur der SRF-Serie «Der Bestatter». So war Mike Müller alias Luc Conrad bei den Dreharbeiten für die zweite Staffel nicht nur daran einen kniffligen Fall zu lösen, sondern verwandelte die Zuschauer des Maienzuges kurzerhand auch in Statisten. 

(cki)