Nach wie vor seien die Dorfbewohnerinnen und -bewohner von Bondo einer schwer zu ertragenden Unsicherheit ausgesetzt, schreibt die Aargauer Staatskanzlei in einer Medienmitteilung. "Mit dem gesprochenen Beitrag möchte der Regierungsrat die Betroffenheit und Solidarität der Aargauerinnen und Aargauer zum Ausdruck bringen". 

Die Spende in Höhe von 50'000 Franken wird an die Hilfsorganisation "Glückskette - Die solidarische Schweiz" überwiesen. Die Glückskette sammelt im Rahmen einer nationalen Aktion Geld für Sofort- und Überbrückungshilfe sowie für Aufräumarbeiten. 

Auch die Gemeinde Wettingen lässt Bondo finanzielle Unterstützung zukommen. Der Gemeinderat sprach der Bevölkerung als Soforthilfe 10'000 Franken zu. 

Das verwüstete Bondo aus der Luft (12. September 2017)

Drohnen-Aufnahmen aus der Luft zeigen das ganze Ausmass der Zerstörungen in Bondo GR. Nach einem Bergsturz am 23. August 2017 und den anschliessenden Murgängen wurde das Dorf in Mitleidenschaft gezogen. Acht Personen gelten seither als vermisst. Die Aufräumarbeiten sind weiterhin in vollem Gange.

Am 23. August ereignete sich in Bondo, einem 200-Seelen-Dorf im Bündner Val Bondasca, ein Bergsturz und Murgänge. Vier Millionen Kubikmeter Gesteinsmaterial stürzten in das Tal, es wurden Häuser und Strassen zerstört - acht Personen kamen dabei ums Leben.

Die Bewohner des Tals wurden evakuiert und dürfen immer noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, da aufgrund starker Regenfälle die Gefahr eines erneuten Murganges nicht ausgeschlossen ist. Der letzte von insgesamt drei Murgängen ereignete sich am 2. September.

Die Zerstörung in Bondo in der Roten Zone (10. September 2017)

Die Bilder aus der Roten Zone in Bondo zeigen eindrücklich die Zerstörung und die Grösse des Murgangas. Im bündnerischen Bondo war die Lage übers Wochenende trotz Dauerregens ruhig. Die Einsatzkräfte waren mit keinen neuen Murgängen konfrontiert. Die evakuierten Bewohner konnten ab Mittag bis am Abend wieder in ihre Häuser.