«Er starb in den Ferien in einer verhängnisvollen Meeresströmung», schrieben die Angehörigen in den Todesanzeigen, die gestern und heute erschienen sind.

Rico A. Seiler (47) ist am Donnerstag, 2. August, auf Teneriffa, einer der Kanarischen Inseln, nicht vom Schwimmen zurückgekehrt. Später wurde sein Leichnam gefunden.

Die Beerdigung findet am übernächsten Montag, 27. August, in Lenzburg statt. Rico A. Seiler ist als Lehrersohn in Möriken aufgewachsen. Er war Mitglied des Vorstandes der Offiziersgesellschaft Lenzburg. Seiler arbeitete als Assistenzarzt im Kantonsspital Baselland am Standort Bruderholz und Laufen. 

Wie das Onlineportal Kanarenmarkt berichtet, ging der Notruf am Playa del Tamadite bei Santa Cruz de Tenerifa gegen 17.10 Uhr im Rettungszentrum ein. Wenige Minuten später holten die Besatung eines Rettungshelikopters den bewusstlosen Aargauer per Winde aus dem Wasser. Auf dem Flug Nordflughafen versuchten sie, den Verunglückten zu reanimieren. Ohne Erfolg. Die Rettungssanitäter am Nordflughafen konnten nur noch den Tod bestätigen. 

Allein in diesem Jahr, bis 12. August, wurden auf den Kanaren schon 30 tödliche Badeunfälle gezählt, wie das Online-Portal Kanarenmarkt berichtet.  Mehrere geschahen im August. Das Portal warnt vor der recht starken Strömung im Atlantik und in diesem Zusammenhang vor einer Selbstüberschätzung. Rettungskräfte rücken jeweils mit einem Hubschrauber aus und bergen die Verunfallten im Meer. Gewarnt wird auch vor der Beflaggung am Strand. So kommt es vor, dass Personen im Meer baden gehen, obwohl eine rote Fahne vor Gefahr warnt. 

(uhg/pz)