In drei Wochen ist das Städtchen im Unteren Aaretal Schauplatz der beliebten Unterhaltungsendung «Donnschtig-Jass» mit Moderator Roman Kilchsperger und Co-Moderator Reto Scherrer. Die Vorbereitungen laufen sowohl in Klingnau, wie auch beim Schweizer Fernsehen auf Hochtouren. Dort muss man nun kurzfristig umdisponieren.

Bernhard Russi, Schweizer Ski-Legende und ehemaliger TV-Experte, der als Promi-Gast vorgesehen war, muss seine Teilnahme absagen. Der 69-Jährige, der im aargauischen Zufikon wohnt, wird sich morgen Donnerstag einer Operation am Rücken unterziehen, wie es auf Anfrage bei SRF heisst. Nach dem Eingriff benötigt Russi rund sechs Wochen Ruhe und steht somit in Klingnau nicht zur Verfügung.

Beim Schweizer Fernsehen sucht man jetzt mit Hochdruck nach einem Ersatz. Im Vordergrund steht, gemäss Sendekonzept, eine Person aus dem gastgebenden Kanton. «Wir haben mehrere Personen bereits angefragt, bisher aber noch keine Zusage erhalten», sagt der zuständige Redaktor Tino Zimmermann. Einen Korb hat er von Ständerätin Pascale Bruderer erhalten, ausstehend ist eine Antwort von «10 vor 10»-Moderatorin Susanne Wille.

Bekannt ist dagegen, wer im Showblock auftreten wird. Das Erfolgsmusical «Mamma Mia» mit Songs der schwedischen Popgruppe Abba bestreitet im Städtchen ein Warm-up: Vom 11. Juli bis 25. August ist das Ensemble mit den Hits der Kultband an den Thuner Seespielen zu sehen.

Nach Plan laufen die Vorbereitungen beim Klingnauer «Donnschtig-Jass»-OK – unter der Federführung von Hermann Märki, der bereits 1997, als die Sendung letztmals im Aare-Städtchen Halt machte, verantwortlich war. Am Dienstag informierte er die Anwohner über die Einschränkungen in der ersten JuliWoche. Die Zufahrt ins Zentrum wird von Montag bis Sonntag gesperrt sein. Bis Sonntag darum, weil am Wochenende gleich das Städtlifest anschliesst.

Platz für 4000 Besucher

Der Aufwand für die Sendung wird für das OK und das SRF gleichermassen zu einer logistischen Herausforderung. 14 Lastwagen werden Tonnen von Material nach Klingnau bringen, wo am Montag, 2. Juli, mit den Aufbauarbeiten begonnen wird. Bühne und Festbänke werden im oberen Teil des Städtchens beim Stadtbrunnen und Kirchplatz aufgestellt. Am Mittwoch beginnen die Proben, die Generalprobe ist am Donnerstagnachmittag.

Dank dem neuen Sendemodus hatte man in Klingnau genügend Zeit, um sich auf den Grossanlass vorzubereiten. Die Zurzibieter Jasser erhielten letztes Jahr als bester Verlierer der insgesamt sechs Sendungen eine zweite Chance und setzten sich gegen die Berner aus Signau durch. Im Unterschied zu den anderen «Donnschtig-Jass»-Sendungen, bei denen jeweils nur wenige Tage Zeit für die Organisation bleiben, konnten also Hermann Märki und seine Crew in aller Ruhe planen.

Bei gutem Wetter hoffen die Organisatoren auf einen Grossaufmarsch. Das Gelände im Herzen der Altstadt bietet Platz für 4000 Besucher. Diese sollen für einen unvergesslichen Abend im frisch renovierten Städtchen sorgen und bestens verpflegt werden. Damit alles reibungslos über die Bühne geht, stehen mehr als 250 Helferinnen und Helfer in diesen Tagen im Einsatz. Von Vereinen über die Oberstufe bis hin zu Primarschülern.

Donnschtig-Jass: Klingnau gewinnt gegen Signau: