Trump antwortete damit in der am Donnerstag ausgestrahlten Sendung "Fox and Friends" auf eine Frage nach seinen zunehmenden juristischen Schwierigkeiten, nachdem ihn sein langjähriger Anwalt Michael Cohen schwer belastet hatte.

Der Jurist hatte am Dienstag vor einem Gericht in New York unter Eid gesagt, er habe auf Trumps Anweisung Schweigegeldzahlungen im Wahlkampf 2016 geleistet und damit gegen Finanzierungsregeln verstossen. Cohen betonte, er habe dabei "in Abstimmung mit und auf Anweisung von" Trump gehandelt.

Der US-Präsident bezichtigte ihn daraufhin im Kurzbotschaftendienst Twitter der Falschaussage. Sein Ex-Anwalt habe "Geschichten erfunden", um mit der Staatsanwaltschaft eine strafmindernde Vereinbarung in seinem Verfahren um Finanzbetrug auszuhandeln.

Zwar sind Schweigegeldzahlungen als solche nicht illegal - die US-Justiz argumentiert aber, dass es sich dabei de facto um Wahlkampfausgaben gehandelt habe, die als solche hätten deklariert werden müssen.

Überdies liess Cohen über seinen Anwalt mitteilen, dass er bereit sei, mit dem US-Sonderermittler zur mutmasslichen russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016, Robert Mueller, zusammenzuarbeiten.

Im Fox-News-Interview gab sich Trump nun unbeeindruckt und äusserst selbstbewusst. "Ich weiss nicht, wie man ein Amtsenthebungsverfahren gegen jemanden einleiten kann, der einen grossartigen Job gemacht hat", sagte er mit Blick auf seine bisherige Amtszeit als US-Präsident.