Dies hiess es am Donnerstag (Ortszeit) in Quito. Viele Venezolaner versuchen, das Andenland Ecuador zu Fuss zu durchqueren, um weiter nach Peru, Bolivien, Chile und Argentinien zu reisen.

Die mehr als 800 Kilometer lange Reise der Flüchtenden vom Norden in den Süden Ecuadors werde von der Polizei unterstützt, kündigte Innenminister Mauro Toscanini an. Auf der Strecke gebe es sieben Kontrollpunkte der Polizei.

Derzeit fliehen Hunderttausende Venezolaner vor Hunger, Elend und der wirtschaftlichen Krise in ihrem Land. Nach Angaben der Uno haben bereits 2,3 Millionen Venezolaner das Land verlassen. Die Länder in der Region sind mit der wohl grössten internationalen Flüchtlingskrise in der Geschichte Lateinamerikas zunehmend überfordert und wollen ihre Massnahmen nun verstärkt koordinieren.

Ecuador hat zudem beschlossen, nicht weiter Mitglied der Bolivarischen Allianz für Amerika (Alba) zu sein. Der ecuadorianische Aussenminister José Valencia sagte, sein Land sei "frustriert" von dem Mangel an politischem Willen Venezuelas, die Migrationskrise zu lösen.

Alba ist ein von dem ehemaligen Präsidenten Venezuelas Hugo Chávez und dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro gegründetes linkes Regionalbündnis mit Sitz in der venezolanischen Hauptstadt Caracas.