Auf den nackten Oberkörpern der Frauen in der spanischen Hauptstadt stand "legaler Faschismus" und "nationale Schande".

Nach dem Sieg der rechten Putschisten im spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939) hatte Franco bis zu seinem Tod 1975 in Spanien geherrscht.

Deklariert als Akt der Versöhnung, liess er die Überreste von mehr als 30'000 Toten des Bürgerkrieges, Nationalisten und Republikaner, ins Valle de los Caídos überführen - meist ohne die Angehörigen darüber zu informieren. Das Mausoleum mit seinem 150 Meter hohen Steinkreuz mussten 20'000 politische Gefangene zwischen 1940 bis 1959 mitbauen.

Francos Grab im Tal der Gefallenen ist eine Pilgerstätte für die Rechten im Land. Der Umgang mit der Franco-Diktatur spaltet Spanien bis heute. Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte nach seinem Amtsantritt im Juni die Exhumierung Francos angekündigt. Dort, wo bislang seine Grabstelle ist, soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus entstehen.