Der Iran "bietet Terroristengruppen Unterschlupf und unterstützt sie materiell, was die kanadische Regierung dazu zwingt, den Iran offiziell als Staat einzuordnen, der Terrorismus finanziert", hiess es in einer Erklärung Bairds. Gleichzeitig äusserte er sich wegen der Attacken auf die britische Botschaft in Teheran besorgt über die Sicherheit von Diplomaten.

Kanadischen Staatsbürger riet Baird von Reisen in das Land ab. In der Erklärung warf Kanada dem Iran auch vor, die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad militärisch zu unterstützen. Weiter leiste der Iran den Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats bezüglich des Nuklearprogramms keine Folge, bedrohe die Existenz Israels und gebärde sich antisemitisch.

Grossbritannien hatte seine diplomatischen Beziehungen mit dem Iran faktisch stillgelegt, nachdem die britische Botschaft in Teheran im November 2011 offenbar mit Duldung der Regierung angegriffen worden war.

EU soll Sanktionen vorbereiten

Unterdessen bereitet die Europäische Union wegen der harten Haltung des Iran im Streit um das Atomprogramm eine neue Runde von Sanktionen vor. Dies kündigte der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle bei einem Treffen der EU-Aussenminister am Freitagabend auf Zypern an.

"Ich bin in grosser Sorge über die mangelnden Fortschritte in den Nuklearverhandlungen. Wir werden eine atomare Bewaffnung des Iran nicht akzeptieren." Als Termin für neue Beschlüsse wurde der 15. Oktober genannt. Wegen des Verdachts, dass Teheran an einer eigenen Atombombe arbeitet, gelten bereits eine Reihe von Sanktionen.